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Kirchengemeinde verabschiedet Kantor Henzelmann

Über 250 Konzerte in 25 Jahren

Lengerich

25 Jahre lang ist Christoph Henzelmann für die evangelische Kirchengemeinde in Lengerich als Kantor tätig gewesen. Im Frühjahr verabschiedete er sich in den Ruhestand. Offiziell verabschiedet wurde er – Corona-bedingt – erst jetzt.

-mba-

Superintendent André Ost dankte Christoph Henzelmann und auch seiner Frau Gabriele. Mit dabei in der Stadtkirche war auch Pfarrerin Sigrid Holtgrave (von rechts). Foto: Detlef Dowidat

Menschen aller Altersgruppen für Musik begeistert habe Christoph Henzelmann in seinen 25 Jahre als Kantor der evangelischen Kirchengemeinde, stellt Pfarrerin Sigrid Holtgrave fest. Im Frühjahr ist der Kantor in den Ruhestand gegangen, am Sonntag war endlich die Gelegenheit, ihn in einem Festgottesdienst offiziell zu verabschieden.

Christoph Henzelmann habe weit über die Kirchengemeinde hinaus musikalische Akzente gesetzt, verdeutlicht Pfarrer i.R. Wernfried Lahr mit Blick auf über 250 Konzerte in der Gemeinde, weitere 70 in anderen Gemeinden. „Dabei ist die ganze Bandbreite der Kirchenmusik zu Gehör gekommen“, ergänzt er. Zudem habe der Ruheständler mit seinen meditativen Konzerten an Karfreitag und Silvester eigene Akzente gesetzt.

Eine andere Facette des künstlerischen Wirkens von Christoph Henzelmann spricht Superintendent André Ost an: „Auch in normalen Gottesdiensten war es ein Genuss, einen Könner wie Sie an der Orgel zu hören. Sie haben mit Musik gepredigt.“

Er habe vor 45 Jahren die richtige Berufswahl getroffen, stellt Christoph Henzelmann fest. Sein Dank gilt der Kirchengemeinde, die vor 25 Jahren eine sogenannte A-Stelle für einen Kantor geschaffen habe. „Sonst wäre ich nicht hier“, stellt er mit ruhiger Stimme fest und freut sich, „dass diese Stelle bleibt“.

Christoph Henzelmann richtet anerkennende Worte auch an Wernfried Lahr, dem Musik immer wichtig gewesen sei, den Förderverein Kirchenmusik, namentlich den Vorsitzenden Richard Neumann, die vielen Ensembles, denen er im Lauf seines Schaffens die Freude an der Musik vermitteln durfte. Ein besonderes Lob erfährt seine Frau Gabriele: „Du hast mir viel Arbeit abgenommen, die ich selbst ungern getan habe.“

Im Anschluss an den Gottesdienst bleibt Zeit für die Gemeindeglieder, sich persönlich vom Kantor zu verabschieden. So ganz weg ist er allerdings nicht. „Ich freue mich, dass ich jetzt mitspielen darf“, sagt er mit Blick auf den Posaunenchor.

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