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Überall sind Stellen unbesetzt

Lengerich/Ladberg...

Wenn es um Stellen für Tarifbeschäftigte geht, haben die vier Kommunen Lengerich, Ladbergen, Lienen und Tecklenburg eine Gemeinsamkeit: Die im Stellenplan des Haushalts ausgewiesenen Arbeitsplätze sind nicht alle besetzt.

Michael Baar

In den Verwaltungen in Lengerich, Ladbergen, Tecklenburg und Lienen (von oben links im Uhrzeigersinn) sind die für Tarifbeschäftigte vorhandenen Stellen nicht alle besetzt. Foto: mzb/teu/jac/ws

Beim ersten Blick traut man seinen Augen kaum: 1115 Personen sind zu Mitte vergangenen Jahres in der Stadt Lengerich im öffentlichen Dienst beschäftigt, in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Eine Zahl, die im Kreis Steinfurt nur von der Kreisstadt getoppt wird. Kurz durchatmen. In der Zahl sind beispielsweise auch die Beschäftigten der LWL-Klinik Lengerich enthalten. Deren Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, eine Körperschaft öffentlichen Rechts ohne Gebietshoheit. Ebenfalls in der Übersicht des Statistischen Landesamts berücksichtigt sind beispielsweise Angestellte von Krankenkassen.

Schaut man in den Stellenplan der Lengericher Stadtverwaltung, findet man rechnerisch 49,14 Beamtenstellen und 149,64 Stellen für tariflich bezahlte Mitarbeitende. Tatsächlich besetzt sind allerdings bei den Beamten 47,96 (eine Differenz von 1,22 Stellen) und bei den Tarifbeschäftigten sind es 147,33 Personen, ein Minus von 2,31 Stellen.

Dass auf dem Papier mehr Stellen vorhanden sind, als in der Realität besetzt, findet sich auch in den Gemeinden Ladbergen und Lienen sowie in der Stadt Tecklenburg. In Ladbergen sind 1,36 Stellen bei den Tarifbeschäftigten nicht besetzt, in Lienen sind es sogar knapp zehn Stellen (auf Basis des Ist am 30. Juni 2020 und der Planung am 1. Januar 2021). In Tecklenburg sind bei den Tarifbeschäftigten 1,86 Stellen nicht besetzt. Dafür sind in Ladbergen, Lienen und Tecklenburg die Beamtenstellen (jeweils drei in den Gemeinden, 2,5 in der Stadt) lückenlos besetzt.

Mit 640 Teilzeitkräften liegt deren Anteil an der Gesamtzahl der Beschäftigten in Lengerich deutlich über dem der Vollzeitkräfte (475 Personen). In Ladbergen (25 Teilzeit-, 30 Vollzeitkräfte), Lienen (20 Teilzeit-, 35 Vollzeitkräfte) und Tecklenburg (235 Teilzeit, 250 Vollzeitkräfte) ist dieses Verhältnis umgekehrt.

Aussagen macht der Bericht von IT.NRW auch zu den Landesbediensteten in den Kommunen. Deren Zahl ist im Vergleich zu den bei Gemeinden und Gemeindeverbänden Beschäftigten erheblich niedriger. Neben Lehrkräften zählen beispielsweise auch Polizisten zu diesem Personenkreis. In Ladbergen sind 15 Landesbedienstete tätig, fünf in Vollzeit, zehn in Teilzeit. Daran hat sich am 30. Juni 2020 im Vergleich zur Mitte des Vorjahres nichts geändert.

In Lienen ist die Zahl der beim Land Beschäftigten von 2019 auf 2020 um fünf auf 20 Personen gestiegen. Von diesen arbeiten jeweils zehn in Vollzeit beziehungsweise Teilzeit. In Tecklenburg ist die Personalzahl der Landesbediensteten von 2019 zu 2020 um fünf auf 145 Personen gesunken. 90 arbeiten auf einer Vollzeitstelle, 55 als Teilzeitkräfte.

In Lengerich haben die Statistiker zur Mitte des vergangenen Jahres 225 Landesbedienstete gezählt, fünf mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. 150 dieser Beschäftigten arbeiten auf Vollzeitstellen, 75 gehen als Teilzeitbeschäftigte ihren Aufgaben nach.

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