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Stadionvorplatz: SPD und Grüne rücken von dem Vorhaben ab

Umgestaltung steht auf der Kippe

Lengerich

Möglicherweise wird es vorerst nichts mit der Umgestaltung des Stadionvorplatzes an der Münsterstraße. SPD und Grüne haben angesichts vieler Investitionen, die die Stadt an anderer Stelle tätigt, offenbar Bedenken bekommen. Das wurde jetzt im Planungsausschuss deutlich.

-mzb-

Der Großteil des Stadion-Vorplatzes ist bislang unbefestigt. Foto: Joke Brocker

An sich besteht zwischen Politik und Stadtverwaltung Einigkeit, dass beim Stadionvorplatz an der Münsterstraße Handlungsbedarf vorherrscht. Entsprechende Planungen sind in den vergangenen Monaten vorangetrieben worden, auch wenn es zwischenzeitlich aus Reihen des Rates Kritik an der Höhe des möglichen Investitionsvolumens gegeben hatte. Doch nun sieht es so aus, als ob die Umgestaltung vorerst doch nicht in Angriff genommen wird. Das zeichnet sich nach der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstagabend ab.

Finanzierungsbedenken

Dort signalisierten SPD und Grüne, dass sie vorerst auf die Realisierung des Projektes verzichten wollen. Angeführt wurden zur Begründung Bedenken hinsichtlich der Finanzierung. Angesichts anderer wichtiger Vorhaben stelle sich die Frage, ob der Stadionvorplatz „im Moment wirklich oberste Priorität hat“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Kuhn. Er und andere Redner verwiesen auf den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung, in dem offenbar über mögliche erhebliche Mehrausgaben, die unplanmäßig an anderer Stelle anfallen könnten, gesprochen werden sollte.

Eine andere Position vertreten zu dem Thema CDU, FDP und Bürgermeister Wilhelm Möhrke. Der äußerte zwar Verständnis für die Bedenken, betonte aber zugleich, dass damit zu rechnen sei, dass die Umgestaltung teurer wird, wenn sie später erfolgen sollte. Dem pflichteten Hartmut Grünagel, Fraktionsvorsitzender der Union, und FDP-Mann Jens Kröger bei. Kröger nannte das Erscheinungsbild des Vorplatzes „desolat“.

Entscheidung am 14. Juni

Entschieden werden soll nun im Rat am Dienstag, 14. Juni. Sollten SPD und Grüne auch dann bei ihrer Position bleiben, wäre die zeitnahe Umgestaltung von Tisch. Die beiden Fraktionen verfügen zusammen über eine recht deutliche Mehrheit.

Vor der Diskussion hatte Holger Lange, Fachdienstleiter Straßenbau, zwei finanziell abgespeckte Versionen für das Vorhaben vorgestellt. Nachdem seitens der Verwaltung im vergangenen Jahr noch 685 000 Euro für die Umgestaltung der gesamten Fläche zwischen AWO- und DRK-Kita veranschlagt worden waren, gibt es nun Varianten, die den nördlichen Teil nicht einschließen und mit geschätzten rund 370 000 Euro beziehungsweise 410 000 Euro wesentlich günstiger kämen. Allerdings betonte Lange bei der Nennung dieser Summe, dass Kostenschätzungen angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Baubranche und in der internationalen Politik – Stichwort Ukraine-Krieg – „sehr schwierig“ seien.

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