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Volkshochschulen widmen sich 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland

Videos sollen Vielfalt zeigen

Lengerich

In diesem Jahr wird mit vielen Veranstaltungen an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland erinnert. Auch die Volkshochschule Lengerich widmet sich dem Thema. In Kooperation mit den VHS in Dülmen, Haltern und Havixbeck sowie dem Volkshochschulkreis Lüdinghausen sind zehn Videos entstanden, die von jüdischem Leben in den entsprechenden Städten und Gemeinden berichten.

Der kleine Friedhof nahe des Finkenwegs ist ein Zeugnis einstigen jüdischen Lebens in Lengerich Foto: Janne Aufderhaar

2021 wird mit vielen Veranstaltungen an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland erinnert. Auch die Volkshochschule Lengerich widmet sich diesem Thema. In Kooperation mit den VHS in Dülmen, Haltern und Havixbeck sowie dem Volkshochschulkreis Lüdinghausen sind in den vergangenen Monaten zehn Videos entstanden, die von jüdischem Leben in den entsprechenden Städten und Gemeinden berichten.

Beispielsweise berichtet Michael Kertelge (Heimatverein Lüdinghausen) vom jüdischen Friedhof und der ehemaligen Synagoge im Ort. Angelika Weide, Direktorin der VHS Lengerich, stellt in einem Video sieben Bücher vor, in denen es um jüdisches Leben geht. „Uns ist besonders wichtig, nicht nur das Dritte Reich zu betrachten, sondern auch die vielen Jahre davor und danach“, betont sie. „Das jüdische Leben ist so vielfältig“, ergänzt ihr Kollege Jendrik Peters.

Technisch begleitet wurden die Video-Drehs von Jonas Zeidler, Veranstaltungstechniker aus Tecklenburg. „Es war für mich total spannend, mich diesem Thema widmen zu können“, sagt der 26-Jährige. Inhaltlich vorbereitet wurden die Videos von Fachreferenten und hauptamtlichen Pädagogen der Volkshochschulen. „Der besondere Reiz liegt in der Kooperation mit den anderen beiden Einrichtungen“, so Angelika Weide und erklärt: „Wir stellen Orte vor, die auch von Menschen aus unserem Zweckverband besucht werden können.“

Die VHS Lengerich setzt seit mehreren Monaten auf kleine Videos, die im Internet veröffentlicht werden. „Bewegte Bilder werden besser wahrgenommen und kommen gut an“, stellt Jendrik Peters fest. Die Filme sind ab sofort auf dem Youtube-Kanal der VHS Lengerich zu finden. Die Playlist werde im Jahresverlauf ständig erweitert, teilt die Bildungseinrichtung mit. Auch Ideen für weitere Videos seien willkommen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Neben der Video-Reihe wird das Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ bei mehreren Exkursionen aufgenommen. Am 18. August findet eine Fahrt in das Religio Telgte, Westfälisches Museum für religiöse Kultur, statt. Besucht werden die Ausstellungen „Pessach – Von Exodus bis heute“ sowie „Geld und Glaube.“ Am 30. September organisieren die die VHS Lengerich und der VHS-Kreis Lüdinghausen eine Tour zur Synagoge in Köln im Stadtteil Neustadt-Süd. Und für das Frühjahr 2022 ist eine Fahrt nach Erfurt geplant, bei der das jüdische Leben ebenfalls ein großer Bestandteil sein soll.

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