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Erste Berufswahlmesse nach der Corona-Pause kam bei den meisten gut an

Viele Infos und gute Gespräche

Lengerich

Mit der ersten Berufswahlmesse nach der zweijährigen Corona-Pause waren die meisten Aussteller zufrieden. Zwar war die Resonanz am Mittwoch relativ schwach, aber Arbeitgeber und zukünftige Auszubildende nutzten die Chance, Kontakte zu knüpfen und ins Gespräch zu kommen. Auch Hallenmanager Michael Rottmann zog ein positives Fazit. Gemeinsam mit den Betrieben werde er nun ausloten, wo in Zukunft Optimierungsbedarf gesehen werde, kündigte er an.

Von Dietlind Ellerich

Timon Saatkamp (l.) und Andreas Otte (von oben links im Uhrzeigersinn) Foto: Dietlind Ellerich

„Deine Zukunft beginnt hier“ hieß das Motto, unter dem sich Jugendliche zwei Tage lang informierten und Kontakte mit potenziellen Arbeitgebern knüpften. Nach zweijähriger Corona-Pause lockten die Veranstalter der Berufswahlmesse auf dem Gelände der Gempt-Halle mit 66 Ständen und einer breiten Palette von Betrieben, die ihre Ausbildungsberufe und Studiengänge vorstellten und sich vom Nachwuchs Löcher in den Bauch fragen ließen.

Die meisten zeigten sich am Donnerstag wenige Stunden vor Schluss zufrieden, auch wenn die Resonanz am Mittwoch deutlich schwächer ausgefallen war als gewünscht. Den Eindruck bestätigt Hallenmanager Michael Rottmann und sieht auch Optimierungsbedarf. „Wir ziehen gemeinsam mit den Ausstellern Bilanz und überlegen, ob wir beim nächsten Mal einen Wochenendtag mit einbinden“, kündigt er an. Stolz ist er, dass knapp 1000 Jugendliche das Angebot genutzt haben. „Vormittags waren die Schüler während des Unterrichts da, nachmittags kamen Jugendliche mit ihren Eltern“, hat er beobachtet.

Infos aus erster Hand bekamen die Jugendlichen oft von den nur unwesentlich älteren Auszubildenden der Unternehmen. So gab Kommissaranwärter Timon Saatkamp gemeinsam mit Polizeihauptkommissar Andreas Otte am Stand der Polizei NRW Auskunft über die Ausbildung und Studium.

Viele gute Gespräche hatten auch Dirk Hilmer, Unterbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Lengerich, und seine Kameraden. Sie freuen sich auf den nächsten Dienstabend, zu dem sie einige junge Menschen erwarten. Froh ist Hilmer, dass viele der ehrenamtliche Dienst nicht schreckt.

„Aktuell haben wir 22 Azubis“, war am Stand von Upmeyer Haustechnik zu lesen. Und sie wollen noch mehr, schließlich seien die jungen Leute ja irgendwann fertig mit der Ausbildung, stellten Henning Wochnik und Alexander Mundus fest. Ihnen ist nicht bange vor der Zukunft. Sie sind sicher, die Stellen besetzen zu können.

Auch wenn die Resonanz eher schwach gewesen sei, hätten sie tolle Gespräche geführt, sagten Anja Frömberg und Pia Nimz von der Diakonie West, die sicher sind, mit dem Vorurteil vom „unattraktiven Pflegeberuf“ aufgeräumt zu haben. Dies sei besonders bei kirchlichen Trägern nicht der Fall, versicherten sie. Nichtsdestotrotz hätten sie sich mehr Werbung für die Messe in den sozialen Medien gewünscht.

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