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Projekttage in der Schule in der Widum

Viele kleine Schritte sollen den Klimawandel bremsen

Lengerich

Wie bringt man Kindern und Jugendlichen das Thema Klimawandel nahe? In der Schule in der Widum setzt das Team des Eine Welt Mobils aus Münster auf eine Kombination aus Praxis und Theorie anhand leicht zu verstehender Beispiele. Das hat am ersten Tag gleich gut funktioniert.

Michael Baar

Graue Wattebäuschchen symbolisieren, wie welches Verkehrsmittel – oder Tier – zum Klimawandel durch den Ausstoß von Abgasen beiträgt. Sehr gut schneidet das Fahrrad ab, ganz schlecht ist die Bilanz beim Flugzeug. Foto: Michael Baar

Die Idee ist verblüffend einfach – und sorgt für erschrockene Gesichter bei den Kindern. Ein Plüscheisbär sitzt vor einer Schüssel, in der ein kleiner Eisbär auf einer Eisscholle steht. Es dauert gar nicht lange im Theaterraum der Schule in der Widum, da fängt das Eis an zu schmelzen. Schließlich steht der kleine Eisbär im Wasser.

Mit solchen anschaulichen Beispielen bringt das Team des Eine Welt Mobils aus Münster den Schülerinnen und Schülern das Thema Klimawandel nah. Ebenso anschaulich wird vermittelt, was denn zum Schmelzen des Eises führt – nicht nur in der Schüssel, sondern auch am Nord- und Südpol. Auf einem kleinen grünen Rasenstück unter einer transparenten Kuppel wird ein Fahrradmodell aufgestellt. Wie viel Abgase das produziert, wissen die Sechs- bis Neunjährigen. „Gar keine“, kommt es wie aus der Pistole geschossen.

Und wie ist das bei einer Kuh? Einige graue Wattebäuschen werden unter die Kuppel gelegt. Das Tier pupst und produziert so Abgase. Wenige im Vergleich zum Lkw, von dem ein Spielzeugmodell unter die Kuppe gestellt wird. Jetzt muss tiefer in das Säckchen mit den Wattebäuschchen gegriffen werden. Zum Schluss kommt ein Flugzeug dazu. Unter der Kuppel ist kein Platz mehr. Sie ist voll mit Wattebäuschchen. Fahrrad, Lkw und Flugzeug sind nicht mehr zu sehen.

Mit einem Jahreszeiten-Lied geben Laura Hebling und ihre Mitstreiterinnen vom Eine Welt Mobil den ersten Impuls, was jeder einzelne zum Schutz des Klimas tun kann. Eigentlich ist das ganz einfach, wie aus den Reaktionen der Kinder deutlich wird. Beispielsweise, in dem man den Jahreszeiten entsprechend Obst und Gemüse kauft, das vielleicht sogar im eigenen Garten wächst – oder angepflanzt werden könnte. Wenn man dann noch viele Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigt, ist das ebenfalls ein Beitrag zum Klimaschutz. Wenn auch nur ein kleiner. Aber wenn das viele machen, kommt schon ein ganzes Stück Weg zusammen.

Mit dem Thema Klimawandel ist es am Montag losgegangen. In den nächsten Tagen steht Plastik auf dem Stundenplan. „Das ist mehr als nur eine Tüte oder eine Flasche“, erläutert Laura Hebling im Gespräch mit den WN. Um das den Schülern zu verdeutlichen, wird ein Fühlbeutel eingesetzt. Schließlich gibt es viel Spielzeug aus Plastik. Würde man Holz statt Kunststoff nehmen, wäre das für die Umwelt besser. Und auch Seife könnte man selber machen. „Wir wollen jeden Tag für die Schüler mit einer konstruktiven Idee beenden“, setzt das Team darauf, bei den Kindern und Jugendlichen Verständnis für die Umweltproblematik zu wecken.

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