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Exkursion der Waldbauern in den Forstbetriebsbezirk Ibbenbüren

Vom Wald der Zukunft

Lienen/Lengerich

Lienener und Lengericher Waldbauern bekamen auf einer Exkursion in den Forstbetriebsbezirk Ibbenbüren vom zuständigen Förster Dr. Georg Berkemeier und der für die FBG Lengerich zuständige Försterin Mechthild Gretzmann Tipps und Anleitungen zur Wiederbewaldung aus der Praxis für die Praxis.

Eine Exkursion in den Forstbezirk Ibbenbüren unternahmen jetzt Lienener und Lengericher Waldbauern. Foto: FBG

Eine Gruppe Lienener und Lengericher Waldbauern hat in den vergangenen Tagen eine Exkursion in den Forstbetriebsbezirk Ibbenbüren gemacht. Dort wurde sie vom zuständigen Förster Dr. Georg Berkemeier und der für die FBG Lengerich zuständige Försterin Mechthild Gretzmann empfangen, die den Besuchern Tipps und Anleitungen zur Wiederbewaldung aus der Praxis für die Praxis vermittelten.

Nach dem alten forstlichen Motto „Fraget die Bäume, sehet, wie sie wachsen, sie werden euch mehr lehren als Bücher es tun“ suchten die Teilnehmer unterschiedliche Waldbilder auf: So erlebten sie eine Waldfläche, auf der schon nach dem Sturm Kyrill im Jahr 2007 alle vom Sturm geworfenen Fichten entfernt wurden.

Birke als Baum der Zukunft?

Auf der einstigen Freifläche ist mittlerweile ein Laub-Nadel-Mischwald entstanden, ohne dass auch nur ein Baum gepflanzt wurde. Bäume aus der Umgebung hatten sich dort, wie Berkemeier erläuterte, „natürlich“ verjüngt.

Die „Selbstheilungskräfte der Natur“ funktionierten aber nur ausnahmsweise so reibungslos. Die richtigen Samenbäume müssten schon in der Nähe der Freifläche stehen. Adlerfarn, Brombeere und Rehwild könnten den jungen Bäumchen das Überleben schwer machen, gab der Förster zu bedenken.

Die Einstellung der Waldbewirtschaftenden zur Baumart Birke habe sich radial verändert. Früher sei die Birke als Unkraut betrachtet und aus den Wäldern entfernt worden. Heute werde sie gern gesehen und mache ab und zu sogar eine Karriere als „Zukunftsbaum.“

An der aktiven Pflanzung junger Bäume und deren Schutz führe oftmals kein Weg vorbei. Auch „künstlich“ bepflanzte Flächen wurden daher besichtigt. Üblicherweise werden im Wald „wurzelnackte“ Bäumchen gepflanzt.

Erstmals kamen an einer Waldlichtung in diesem Frühjahr auch Container-Pflanzen, darunter Eichen, Tannen und Edelkastanien, zum Einsatz, die gut gegen die Trockenheit gerüstet zu sein scheinen. Antwort auf die drängende Frage „Welche Bäume wachsen konkret in meinem Wald?“ gibt übrigens das Computerprogramm „Waldinfo.NRW“, das Bezirksförster Georg Berkemeier vorstellte.

Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende der FBG Lengerich, Gottfried Steinigeweg, bei den Förstern für eine informative und aufschlussreiche Waldexkursion.

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