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Dozenten der Musikschule begeistern mit ihrem großen Repertoire

Von Klassik über Pop bis Swing

Lengerich

Lang anhaltender Beifall dankte den Dozenten der Musikschule Tecklenburger Land am Ende ihres Konzerts. Im Martin-Luther-Haus hatten sie einen bunten Strauß – von Klassik über Rock bis Swing – an Melodien präsentiert.

Zum Dozentenkonzert hatte die Musikschule ins Martin-Luther-Haus eingeladen. Dort präsentierten die Lehrerinnen und Lehrer die ganze Bandbreite der musikalischen Stilrichtungen, die in der Einrichtung unterrichtet werden. Foto: Musikschule

Das Dozentenkonzert der Musikschule Tecklenburger Land war bis auf den letzten freigegebenen Platz besucht. Die Zuschauer zeigten sich begeistert von der Bandbreite und dem künstlerischen Niveau, das ihnen die Instrumentalpädagogen der Musikschule boten. Klassik – Rock – Pop – Swing – Latin. Da war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, heißt es in einem Bericht über die Veranstaltung. Von ganz zarten Solobeiträgen über Kammermusik bis hin zu kräftigem Bandsound wurde Musik aus vielen Genres geboten. Das hatte bereits die Einladung zu diesem Konzert versprochen.

Musikschulleiterin Stefanie Bloch (Oboe), Svetlana Gibner (Querflöte) und David Mackenroth (Klavier) eröffneten das Konzert mit zwei Sätzen einer Barocksonate. Die beiden Melodie-Instrumente haben dabei einen gut aufeinander abgestimmten Dialog gesponnen, der von David Mackenroth sensibel begleitet wurde.

Svetlana Gibner bewies mit der Jazz Badinerie von Uwe Korn, am Klavier nun von Jens Niemann begleitet, dass sie in vielen Stilen zuhause ist und sowohl über eine virtuose Finger- und Zungentechnik als auch eine überschäumende Musikalität und Rhythmusgefühl verfügt.

David Mackenroth brillierte mit Chopins Nocturne Nr. 20 in Cis –Moll. Intim sensibel ausgestaltet, perlten die Läufe brillant. Pianist Jens Niemann bewies eine ungemeine Flexibilität, da er an diesem Nachmittag die verschiedenen Ensembles in vielen Stilrichtungen souverän unterstützte. Auch Sängerin Anke Mewis, die kokett und mit enormem Schauspielertalent das Publikum mit einem Chanson von Hollaender zum Schmunzeln brachte, und Saxofonist Philipp Diederich wurden von ihm begleitet. Mit wunderbarem Ton und unglaublich konzentrierter Atemführung, die ihresgleichen sucht, interpretierte Philipp Diederich eine Aria von Bozza.

Gitarrist Moritz Vossler begeisterte mit einer modernen Komposition, die zwischen Avantgarde und leicht jazzigen und romantischen Passagen wechselte und der Gitarre selten gehörte Klänge entlockte. Ismail Türker demonstrierte auf der Baglama, einem türkischen Lauteninstrument, dass ähnliche Techniken und zarte Klänge sich auch auf diesem Instrument in faszinierender Weise spielen lassen. Thorsten Käsekamp ließ mit der „Pop Group“ (Klavier Jens Niemann, Schlagzeug Tim Schöne) die rockige Seite der E-Gitarre auf professionell virtuose Weise singen und jaulen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Gitarrenlehrer Wolfgang Wöbse hat sich in diesem Konzert als Lehrer der Musikschule musikalisch mit zwei Eigenkompositionen verabschiedet. Am Klavier sitzend begleitete er Werner Balske (Altsaxofon), der mit dem Song Rosalie seine Jazz-Qualitäten unter Beweis stellte, und Rüdiger Quast (a.G.), der auf dem Tenorsaxofon den passenden Titel „Just to say goodbye“ spielte. Schulleiterin Stefanie Bloch dankte Wolfgang Wöbse für seine langjährige gute Arbeit als Gitarrenpädagoge und überreichte ihm ein kleines Präsent.

Am Ende des Programms wurde es deutlich lauter. Die „Pop Group“ drehte voll auf. Mit „Cause we‘ve ended as lovers“ und „Spain“ von Chick Corea erlebten die Zuhörer echten Rocksound. Bevor zuletzt eine Fusion Combo mit Werner Balske (Saxofon), Christof Sellmeyer (Trompete), Alex Lück (Gitarre), Thorsten Käsekamp (E-Bass), Tim Schöne, (Schlagzeug) und Christian Lennerz (Percussion) das spannende Konzert mit den beiden Standards „Perdido“ und „My funny Valentine“ beendete, bewies Stefanie Bloch mit „Kosn Kale Mazel Tov“, begleitetet von Jens Niemann und Tim Schöne, dass sie auch Klezmer spielen kann. Das Konzert endete mit lang andauerndem Applaus für alle Beteiligten.

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