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Unikat: Café-Betrieb ab dem 1. Juli auch im Freien

Vorbereitungen auf der Zielgeraden

Lengerich

Neues aus dem Unikat an der Bahnhofstraße: Zum 1. Juli wird es dort, zunächst immer dienstags und donnerstags, eine regulären Café-Betrieb geben, in den auch der Garten hinter dem Haus einbezogen wird.

Von Paul Meyer zu Brickweddeund

Die selbst gebauten Paletten-Sitzmöbel sind fertig, ein Bistrotisch mit zwei Stühlen steht auch schon bereit – Sylvia Mathäa (rechts) und ihre Unikat-Mitstreiter freuen sich darauf, Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Einen Eindruck von dem, was Gäste ab dem 1. Juli erwartet, konnte man bereits Anfang September vergangenen Jahres bekommen. Damals wurde das neue Unikat an der Bahnhofstraße offiziell eröffnet. Die Festgesellschaft fand sich im Garten hinter dem Haus zusammen. Schließlich bestimmte auch da Corona das öffentliche Leben, somit mied man die große Runde in den Geschäftsräumen. Schon damals berichtete Unikat-Vorsitzende Sylvia Mathäa von den Café-Plänen – die dann zunächst von der Pandemie ausgebremst wurden. Doch jetzt soll es endlich losgehen.

Kaffee, ein großes Tee-Sortiment, Waffeln und selbst gemachte Kuchen – so möchte das Unikat-Team künftig dienstags und donnerstags (erst einmal) Café-Gäste empfangen. Sylvia Mathäa sagt, dass an den zwei Tischen vor dem Haus auf der Bahnhofstraße und auch drinnen an den beiden Tischen in den hinteren Räumen etwas serviert werden kann. Doch so richtig losgehen soll es, wenn im Garten alles bereit ist. Dort wird derzeit noch gearbeitet. Fertig sind bereits die selbst gebauten Sitzmöglichkeiten aus Paletten. Und auch die Küche neben der Werkstatt ist komplett eingerichtet. Unter anderem wird in einem Bereich aber noch gepflastert, und in einem urigen Gartenhäuschen soll auch noch eine kleine Sitzgruppe entstehen. Der Zugang in den Freiluft-Café-Bereich ist übrigens auch von hinten, also der Raiffeisenstraße, möglich.

Die Unikat-Vorsitzende meint, dass nach dem Start wohl auf Selbstbedienung gesetzt werde. Wie sich das dann weiter entwickle, müsse man sehen. Momentan sind ihren Worten zufolge neben den Ehrenamtlern drei Brückenjobber im Unikat tätig. Eine weitere beginne kommende Woche; sie soll sich dann primär ums Café kümmern.

So kommt nach und nach wieder richtig Leben in das Haus Bahnhofstraße 18, wo Unikat nach dem Aus an der Münsterstraße Ende 2019 und der Neugründung des Vereins 2020 eine neue Heimat gefunden hatte, um Menschen mit seelischen Erkrankungen eine Beschäftigung zu bieten. Überbrückt worden seien die harten Monate der Pandemie durch Auftragsarbeiten im Näh- und Werkstattbereich, Click&Collect-Geschäfte und auch Spenden, erzählt die Vorsitzende. Bis Ende des Jahres hofft sie auch noch auf die lang ersehnte Förderung durch die Aktion Mensch. Das wäre dann sicher noch ein weiterer Grund zum Feiern.

Doch nun geht es zunächst darum, bereit zu sein für den Neustart des Cafés. Über das lässt sich auf jeden Fall sagen, dass es trotz noch laufender Arbeiten schon jetzt eine urig-gemütliche Atmosphäre verströmt – angereichert mit ein wenig Kunst hier und da.

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