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Ab sofort einmal pro Woche zum kostenlosen Bürgertest

Weitere Anbieter sind willkommen

Lengerich

An allen vier Testzentren in Lengerich konnte man auch bisher schon einen PoC-Schnelltest durchführen lassen – allerdings musste dieser bezahlt werden. Seitdem der Test kostenlos angeboten wird, verzeichnen die Testcenter eine deutlich verstärkte Nachfrage.

Gernot Gierschner

Einmal pro Woche gibt es einen kostenlosen Schnelltest Foto: Gierschner

Im Kampf um die Eindämmung der Corona Pandemie setzt die Bundesregierung neben verstärkten Impfanstrengungen auf eine Ausweitung der Schnelltests. Beim Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten wurde beschlossen, dass ab sofort jeder einen Anspruch auf eine „Bürgertestung“ bekommt. Wöchentlich soll es für alle einen PoC-Schnelltest auf Kosten des Bundes geben.

Schaut man auf die Webseite des Kreises Steinfurt (www.kreis-steinfurt.de/kv_steinfurt/Home/) und dann unter den Punkt „Schnelltest“, bekommt man die möglichen Testcenter für die Stadt Lengerich angezeigt. Es sind zur Zeit vier: Dr. med. Arnold Schulte, Bergstraße 1, die Hausarztpraxis Dr. Oliver Lange und Anette Freie an der Bahnhofstraße 9, Dr. med. Uta Göx in der Wielandstraße 12 und die Hauskranken- und Altenpflege Szekular, Lienener Straße 168.

Wobei sich auf der Seite des Kreises ein Fehler eingeschlichen hat, wie Anne Szekular im Gespräch richtigstellt. Zunächst wird – wie bisher – in den Räumen an der Lienener Straße 168 getestet. Der angekündigte „mobile Testanhänger“ ist zur Zeit noch nicht im Einsatz: „Wir warten zunächst ab, wie sich die Nachfrage entwickelt, bevor wir entscheiden, uns wieder mit einem mobilen Testcenter vor die Gempt-Halle zu stellen“. Der Kreis Steinfurt ruft zudem auf, dass sich weitere Ärzte, Zahnärzte, ärztlich oder zahnärztlich geführte Einrichtungen, medizinische Labore, Apotheken, Rettungs- und Hilfsorganisationen melden, um künftig mit der Durchführung der Schnelltests beauftragt werden zu können.

Anne Szekular

An allen vier Standorten in Lengerich konnte man auch bisher schon einen PoC-Schnelltest durchführen lassen – allerdings musste dieser bezahlt werden. Seitdem der Test kostenlos angeboten wird, verzeichnen die Testcenter eine deutlich verstärkte Nachfrage. Bei allen Anbietern ist es deshalb dringend geboten, sich vorher um einen Termin zu bemühen. Das kann unproblematisch telefonisch, per E-Mail oder über einen Messergendienst erfolgen.

Die Stichprobe der WN ergab, dass es überall möglich war, kurzfristig einen Termin zu bekommen. Auch der „Eigenversuch“ eines Bürgertests des Reporters verlief stressfrei und reibungslos – nach 15 Minuten hielt er das Attest mit dem negativen Ergebnis in Händen. Eine Momentaufnahme, aber ein Stück Selbstbestätigung und die „Eintrittskarte“ zum Besuch im Alten- und Pflegeheim oder bei der Physiotherapie. Selbst für das Bewerbungsgespräch beim Arbeitgeber kann es nötig sein, einen Schnelltest vorlegen zu können.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Nachfrage nach dem kostenlosen „Bürgertest“ entwickeln wird und ob es notwendig wird, die Kapazitäten weiter auszubauen. Die Arztpraxen stoßen mit 30 bis 50 Tests pro Tag schon jetzt teilweise an ihre Kapazitätsgrenze. Das beeinträchtigt eventuell die Versorgung der übrigen Patienten. Sollte es in der Bevölkerung ein ähnlich hohes Bedürfnis nach „Bürgertests“ geben wie zu Beginn der Pandemie nach Toilettenpapier, ist eine Meldung aus Baden-Württemberg beruhigend: Dort hat eine große Drogeriemarktkette angekündigt, vor ihren Märkten Teststationen aufzubauen.

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