1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Wenn die Pfarrer knapp werden

  8. >

Kreissynode spricht über Personalkonzept der Zukunft

Wenn die Pfarrer knapp werden

Lengerich/Tecklen...

In der Evangelische Kirche von Westfalen läuft eine Erprobungsphase, die den ab 2028 prognostizierten Priestermangel im Blick hat. Die Synode des evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg wird sich am 14. Juni mit dem Thema beschäftigen. im Mittelpunkt stehen dabei interprofessionelle Pastoralteams.

Superintendent André Ost. Foto: Michael Baar

Das Personalkonzept der Zukunft in Form interprofessioneller Pastoralteams (IPT) ist ein Thema der Kreissynode. Die Veranstaltung findet nach Angaben des evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg am Montag, 14. Juni, ab 9 Uhr als Videokonferenz statt.

Mit dem IPT will die Evangelische Kirche von Westfalen dem ab 2028 bevorstehenden Engpass im Pfarrdienst rechtzeitig begegnen. Eine Erprobungsphase in 17 Teams läuft laut Pressemitteilung bereits in verschiedenen Kirchenkreisen. Nach einer Evaluation soll das Konzept in den Regelbetrieb überführt werden.

Die Grundsätze des IPT sehen unter anderem vor, dass der Pfarrdienst für ein solches Pastoralteam verbindlich ist. Hinzu kommen Stellen aus den Bereichen Gemeindepädagogik, Verwaltung und Kirchenmusik. Der Bereich eines IPT beschränkt sich nicht zwingend auf eine Kirchengemeinde, sondern kann auch eine Region umfassen.

Der Umfang einer IPT-Stelle umfasst mindestens einen 50-prozentigen Dienst. Für eine Vollzeitstelle werden 3000 Gemeindeglieder in Ansatz gebracht. Eine volle Pfarrstelle soll für 5000 Gemeindeglieder zuständig sein und diese Marke nicht überschreiten. Letzteres wird als Perspektive ab dem Jahr 2030 angestrebt. Das Konzept und die Besetzung der interprofessionellen Pastoralteams sollen durch den Kreissynodalvorstand erfolgen. Pfarrstellenbesetzungen – darauf wird ausdrücklich hingewiesen – sollen weiterhin im üblichen Rahmen, also durch Gemeindewahl, erfolgen.

Ein weiteres Thema der Kreissynode ist ein Sachstandsbericht der Arbeitsgemeinschaft „Sexualisierte Gewalt im Kirchenkreis“. Diese hat im Januar 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Vor zwei Jahren hat die Arbeitsgruppe der Sommersynode Bausteine für ein Schutzkonzept im Bereich des Kirchenkreises vorgestellt. Damit verbunden war eine Selbstverpflichtungserklärung der Synodalen: „Der Evangelische Kirchenkreis Tecklenburg setzt sich für einen wirksamen Schutz vor allen Formen von Gewalt, auch vor Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung, ein und wirkt auf Aufklärung und Hilfe zur Unterstützung Betroffener hin.“ Die Arbeitsgruppe wird den Synodalen zudem das Kirchengesetz gegen sexualisierte Gewalt vorstellen.

In diesem Monat will der Kirchenkreis eine neue App an den Start bringen. Die Erprobung läuft seit März in der Jugendarbeit. Ziel ist eine intensivere Kommunikation zwischen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden.

Startseite