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Pilotprojekt erfasst auch die LWL-Klinik Lengerich

Wie ist Mobilität zu organisieren?

Lengerich/Münster

Die LWL-Klinik Lengerich ist Teil eines Pilotprojekts des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Geklärt werden soll, wie künftig die Mobilität der Mitarbeitenden organisiert werden sollte.

wn

Der Aufbau einer LWL-weiten E-Lade-Infrastruktur ist ein Thema im Rahmen des Pilotprojekts zur E-Mobilität. Foto: AP

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat nach eigenen Angaben rund 74 000 Euro vom Land Nordrhein-Westfalen aus einem Förderprogramm für Vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement erhalten. Damit wird beim LWL ein verbandsweit wirksames Projekt unterstützt, das die betriebliche Mobilität nachhaltiger gestalten soll. Ebenso hat das Bundesverkehrsministerium in Berlin mehreren LWL-Standorten insgesamt über 180.000 Euro aus dem Energie- und Klimafond für Elektromobilität zugesprochen.

Über 180.000 Euro Fördermittel vom Bund

„Auch wenn uns aktuell die Auswirkungen der Corona-Krise besonders beschäftigen, sollten wir Themen wie Klimaschutz und nachhaltige Mobilität nicht aus dem Auge verlieren. Als Verband für ganz Westfalen-Lippe und großer kommunaler Arbeitgeber wollen wir betriebliche Mobilität so nachhaltig wie möglich zu gestalten,“ sagt Dr. Georg Lunemann, Erster Landesrat und Kämmerer des LWL.

Mit über 17.000 Beschäftigten und derzeit insgesamt etwa 900 Fahrzeugen an allen Standorten in Westfalen-Lippe ist der LWL ein großer „Mobilitätserzeuger“. Nicht nur die Wege der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz, auch viele Dienstreisen verursachen Kohlendioxid (CO), Lärm und Schadstoffe.

Dr. Georg Lunemann

Dabei lassen sich viele Dienstreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, heißt es im Bericht. Der Erfolg dieses Ansatzes zeige sich in Zahlen: 2015 haben LWL-Beschäftige mit den Fahrzeugen aus dem Fahrzeugpool der LWL-Hauptverwaltung rund 4700 Dienstfahrten und mit der Bahn etwa 4800 Dienstfahrten gemacht. 2018 waren es noch 4500 Fahrten mit dem LWL-Fahrzeugpool und bereits 6200 Dienstfahrten mit der Deutschen Bahn.

„Die aktuelle Krise ist gleichzeitig auch eine große Chance für Innovationen – auch mit Blick auf unsere Mobilität“, so Lunemann. Aktuell zeige sich beispielsweise, welchen Mehrwert digitale Lösungen wie Videokonferenzen mit sich bringen. „Die beste Dienstreise ist die, die wir durch eine Videokonferenz ersetzen.“ Das gelte über die Corona-Krise hinaus.

Die Landesförderung wird für ein Pilotprojekt der LWL-Hauptverwaltung in Münster sowie der LWL-Kliniken Münster und Lengerich genutzt. Dort analysieren Fachleute beispielhaft für alle LWL-Einrichtungen die Anforderungen an Mobilität und entwickeln Handlungsempfehlungen für ein nachhaltiges betriebliches Mobilitätsmanagement. Dabei geht es um Verbesserungen für die Arbeitswege, um die umweltfreundlichere Organisation von Dienstreisen oder das Fuhrparkmanagement des LWL.

Auch der Einsatz von E-Fahrzeugen und der Aufbau einer LWL-weiten E-Lade-Infrastruktur sind Thema: Unter welchen Voraussetzungen und an welchen Standorten soll für wen verbandsweit eine Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge aufgebaut werden, und welche Einsatzmöglichkeiten bieten andere alternative Antriebsarten?

Welche Einsatzmöglichkeiten bieten alternative Antriebe

Dass das Thema E-Mobilität bereits heute in vielen LWL-Einrichtungen eine große Rolle spielt, zeigen drei weitere Förderbescheide, die das Bundesverkehrsministerium in Berlin der LWL-Klinik Dortmund, der LWL-Klinik für Forensische Psychiatrie Dortmund, der LWL-Klinik Münster und der LWL-Hauptverwaltung in Höhe von über 180 000 Euro aus dem Energie- und Klimafonds zugesprochen hat. Im Fuhrpark mehrerer LWL-Standorte werden künftig Elektro- sowie Hybridautos und Ladeinfrastruktur zur Verfügung stehen.

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