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Kunsthandwerkermarkt in der Gempt-Halle

Winterliches Wetter war Nachteil

Lengerich

65 Aussteller haben beim Kunsthandwerkermarkt in der Gempt-Halle eindrucksvoll gezeigt, womit sie sich die Corona-Zeit vertrieben haben.

Von Joke Brocker

Dieses Ehepaar aus Greven ließ eine alte Puppe zur stationären Behandlung bei Puppendoktorin Karin Borchers. Im März, wenn der Kunsthandwerkermarkt in Emsdetten stattfindet, können die beiden die Puppe dort wieder abholen.Hobbyimker Wilhelm Wellensiek aus Rödinghausen und seine Frau Hannelore boten neben Honig ihrer 50 Bienenvölker auch nachhaltige Bienenwachstücher an, die Frischhaltefolien überflüssig machen.Aus altem Leinen, das sie zum Teil von einer Nachbarin bemalen lässt, fertigt eine Telgterin unter anderem originelle Tischwäsche, Kissenbezüge, kleine Säckchen.Gabi Große hatte Seifen aus kleinen Manufakturen im Angebot. Sie fertigt zudem Schmuck.Mira von Mach demonstrierte an ihrem Stand die Kunst des Spinnens und bot neben mit Pflanzenfarben gefärbter Wolle unter anderem Stulpen aus selbst versponnenem Garn anKein Zweifel, die Osterzeit naht. Nähen ist die Leidenschaft der Schöpferin dieser Hasen.Papierkunst aus Bremen. Die ganze Familie werde eingespannt, wenn es darum gehe, die filigranen Klappkarten aus Papier zu fertigen, verriet die Kunsthandwerkerin. Foto: Joke Brockerr

Womit sich Kunsthandwerker während der Pandemie die Zeit vertrieben haben, war am Sonntag beim ersten Kunsthandwerkermarkt nach Corona in der Gempt-Halle zu sehen. „Langeweile hatte ich nicht, ich habe die Corona-Zeit gut genutzt“, erzählte eine 76-jährige Telgterin mit Blick auf Berge von Kissenbezügen, Lavendel-Säckchen und Tischwäsche-Unikaten, gefertigt und neu gestaltet aus altem Leinen. Einige der Tischläufer und Platzdeckchen hatte sie von ihrer Nachbarin mit kleinen Osterhäschen bemalen lassen. Und lag damit gewissermaßen im Trend. So wurden an einem Stand in der Nachbarschaft Ostereier in allen Variationen angeboten. Eine Ausstellerin, die für einen gemütlichen Fernsehabend mit ihrem Mann keine Zeit hat, lieber „fern hört, als sieht“, weil sie dabei Teddybären und niedliche Osterhasen nähen kann, war merklich froh, endlich auch die Hasenmodelle an den Mann und an die Frau bringen zu können, die sie seit 2020 zuhause lagern musste. „Endlich geht es wieder los“, freute sich auch ihr Mann.

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