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Hegering stellt Hinweistafeln auf

Zahl der Unfälle mit Wild soll drastisch sinken

Lengerich

Die hohe Zahl der Wildunfälle ist den Mitgliedern des Hegerings ein Dorn im Auge. Jetzt hoffen sie, mit großformatigen Hinweistafeln Autofahrer für das Thema zu sensibilisieren.

wn

Mit diesem und weiteren Hinweistafeln wollen die Mitglieder des Hegerings Lengerich Autofahrer auf die Gefahren von Wildwechsel aufmerksam machen. Foto: Hegering Lengerich

Die Revierinhaber aus dem Jagdbezirk Wechte, Klaus-Henrich Schulte und Wilhelm Baumkamp, haben zusammen mit dem Hegering Lengerich in Wechte drei Hinweistafeln aufgestellt. Mit ihnen soll vor Gefahren des Wildwechsels gewarnt werden. Unter anderem kollidieren auf der Wechter Straße und dem Saerbecker Damm immer wieder Autos mit Rehen.

25 bis 35 Wildunfälle jährlich reichen, sagt Klaus Schulte über das Ausmaß des Problems bei ihm vor Ort. Hegeringleiter Ernst-August Sieck hofft, dass die Hinweisschilder die Verkehrsteilnehmer auf die Risiken aufmerksam machen, die mit dem Wildwechsel verbunden sind. Ziel der präventiven Hinweise sei es, die Unfallzahlen erheblich zu senken, so der Hegegeringleiter, der auch einer der Obleute für Rehunfallprävention in der Kreisjägerschaft Steinfurt-Tecklenburg ist.

Die Hinweisschilder sind nicht nur im Zuständigkeitsbereich des Hegerings Lengerich aufgestellt worden, sondern auch in den Revieren in Ladbergen, Lienen, Lotte-Wersen, Tecklenburg Nord und Tecklenburg Süd.

Im Kreis Steinfurt ereigneten sich laut Hegering in den Jahren 2016 und 2017 circa 2000 Wildunfälle. 2018 wurden demnach etwa 2300 Wildunfälle der Polizei gemeldet und 2019 sogar mehr als 2600, die meisten davon Rehwildunfälle. Hinzu kämen noch die nicht gemeldeten Unfälle mit Wildtieren. Der Hegering geht dabei von einer hohen Dunkelziffer aus und verweist zudem auf Sachschaden, der in die Millionen Euro gehe, auf Menschen, die zu Schaden kommen, und auf Tiere, die oft erst nach langen Qualen verendeten.

Auf Initiative der Kreisjägerschaft Steinfurt-Tecklenburg hat sich ein Arbeitskreis beim Kreis etabliert, in dem unter anderem Landrat, Jäger, Straßen.NRW, Untere Jagdbehörde, Landwirtschaftskammer und Polizei gemeinsam beraten, wie die Zahl der Wildunfälle reduziert werden kann.

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