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Abgestellter Schrott-Pkw im Teutopark

Zettel-Trick läuft offenbar ins Leere

Lengerich

Auf dem Teutopark-Parkplatz steht ein Autowrack, das einst ein Seat war. Wann der Wagen dort abgestellt wurde, lässt sich schwer feststellen. Inzwischen hat er es zu einer gewissen Berühmtheit in Lengerich gebracht.

Von außen stark demoliert und innen zugemüllt – seit Wochen steht ein schrottreifer Seat im Teutopark. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Der Trick mit dem Zettel an der Scheibe scheint nicht funktioniert zu haben. Da half auch die Androhung einer Geldbuße von bis zu 500 Euro nicht. Das Autowrack, das einst ein Seat war, steht weiter auf dem Teutopark-Parkplatz. Wann der Wagen dort abgestellt wurde, lässt sich schwer feststellen. Bei Facebook findet sich ein Foto, das vom 16. Juni stammen soll. Schon damals waren die Reifen demontiert. Inzwischen sind eingeschlagene Scheiben, Beulen, demolierte Außenspiegel, reichlich Müll im Inneren und manches mehr hinzugekommen. So hat es der Wagen zu einer gewissen Berühmtheit in Lengerich gebracht.

Jürgen Kohne vom Bürgermeisterbüro der Stadt sagt, dass das Problem an sich Sache des Eigentümers des Parkplatzes sei. Das ist das Unternehmen MBN Bau AG aus Georgsmarienhütte. Die Verwaltung habe aber, um Unterstützung zu leisten, Anfang Juli den Zettel für den Fahrzeughalter an einer Scheibe angebracht. Der Hinweis in dem Schreiben, dass der Wagen auf einer öffentlichen Verkehrsfläche steht, ist somit nicht richtig. Und eingeschüchtert haben die Zeilen offenbar niemanden – wenn sie denn überhaupt von den Personen, die den Seat einst dort geparkt haben, zur Kenntnis genommen wurden. Die gesetzte Frist, das Auto zu entfernen, lief bis vergangenen Freitag.

Wie Jürgen Kohne weiter berichtet, haben die für derlei Fälle zuständigen Mitarbeiter die Stadt nahezu permanent zwei, drei Autos im Blick, weil die auffällig lange auf öffentlichen Flächen stehen. Allerdings sei es dann in der Regel so, dass ein Informationsschreiben, wie es auch im Teutopark angebracht wurde, dazu führe, dass die Fahrzeuge entfernt werden. Andernfalls sei mit dem Abschleppen zu rechnen. Die Kommune verfüge über einen Platz für solche Fälle, wo die Fahrzeuge dann erst einmal weiter stehen können.

In einem nächsten Schritt werde versucht, den Halter zu ermitteln. Gelingt das, hat der nicht nur mit einem Bußgeld zu rechnen, sondern muss auch die entstandenen Kosten tragen. Bei dem Seat im Teutopark wird es indes wohl so sein, dass der Parkplatzeigentümer nicht über jene Möglichkeiten zur Feststellung der Verantwortlichen verfügt wie die Stadt.

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