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Selbstpflück-Blumenfeld in Lienen

Alles frisch – rund um die Uhr

Lienen

24 Stunden geöffnet hat das Selbstpflück-Blumenfeld von Anne und Frank Wallenhorst an der Kattenvenner Straße. Und das jeden Tag. Es gibt ein umfangreiches Sortiment - und nicht nur Blumen.

Erhard Kurlemann

Foto: Erhard Kurlemann

Frisch vom Feld – und dass 24 Stunden am Tag. Auf dem Selbstpflück-Blumenfeld von Anne und Frank Wallenhorst an der Kattenvenner Straße 77 funktioniert das. Seit 2015 gibt es das Angebot. Und das Paar ist sehr zufrieden mit der Resonanz.

„Dass das so gut angenommen wird, haben wir nicht erwartet“, erzählt Anne Wallenhorst. „Viele Kunden fragen jedes Mal, ob wir auch im nächsten Jahr weitermachen.“ Machen sie, so viel ist schon sicher.

Die Idee habe ihnen ein Bekannter schmackhaft gemacht. „An dieser Durchgangsstraße lässt sich bestimmt etwas Lohnendes machen“, erinnert Frank Wallenhorst an den Ratschlag zu den Anfängen. Nach einigen Überlegungen hätten sich sie dann entschieden, „wir probieren das“ – aber nicht nur Blumen, sondern auch Gemüse.

„Unser Laden hat keine Öffnungszeiten“, weist Anne Wallenhorst auf das Rund-um-die-Uhr-Angebot hin. Am Wochenende gebe es deutlich mehr Kunden als an normalen Tagen. Das hänge möglicherweise auch mit dem Einkaufsverhalten der Leute zusammen.

Lilien, Malven, Sonnenblumen – sorgfältig stehen diese und weitere Blumen in den einzelnen Beeten. „Zinnien gehen in diesen Jahr besonders gut“ , haben die beiden beobachtet.

Die Nachfrage nach frischem Gemüse sei ebenfalls

Neben der Kasse hängen alle wichtigen Informationen, um das Angebot nutzen zu können. Foto:

sehr groß. „Es gibt Leute, die kommen und stellen fest, dass gerade keine Tomaten reif oder keine Zucchini geerntet werden können.“ Meistens seien die gleichen Leute dann zwei oder drei Tage später wieder da.

Überhaupt freuen sich die Wallenhorsts über das große Stammpublikum. „Da gibt es auch schon mal Anfragen, ob nicht auch dieses oder jenes angebaut werden könnte“, erzählt Anne Wallenhorst. Ein Beispiel: Edelwicken. „Oder Protest, wenn wir planen, etwas aus dem Angebot zu nehmen“, ergänzt ihr Mann Frank. Gleichwohl: „Wir probieren auch, was auf dem Sandboden richtig wächst.“ Insgesamt umfasst das Angebot inzwischen rund 80 Sorten. Vieles davon wird in mehreren Sätzen vorgehalten. Will heißen „nachgesät“, damit das Angebot solange es die Saison zulässt, vielseitig ist.

Dass das Gelände eingezäunt ist, hat mit den Rehen in der Gegend zu tun. „Die würden sich bestimmt gerne in unserem Feld bedienen. Das haben wir aber nicht so gerne“, meint Frank Wallenhorst.

Am Eingang steht eine Kasse. Die ist offen. „Das funktioniert“, berichtet Anne Wallenhorst aus der Erfahrung. „Die Leute sind weitgehend ehrlich“. Das sei die Voraussetzung „Vertrauensbasis ist das Konzept.“

Daneben hängen an einem Brett Preislisten und weitere Informationen. Und als besondere Foto-Empfehlung – der Blumenstrauß der Woche. Dazu gibt es das notwendige Werkzeug wie etwa Rosenscheren, um die Blumen richtig abschneiden zu können. In einem weiteren Ständer sind Plastikbecher, etwa für Tomaten. „Das sind jetzt Messbecher dafür, welcher Preis zu zahlen ist“, freut sich Anne Wallenhorst über einen Hinweis der Kunden. Früher wurden die Plastikbecher mit der Ware mitgenommen. Jetzt landen Tomaten – oder anderes Gemüse – in Stofftaschen oder anderen Behältnissen.

Rund 80 verschiedenen Angebote gibt es im Open-Air-Geschäft an der Kattenvenner Straße. Foto:

Anne und Frank Wallenhorst haben so etwas wie grüne Daumen – sie sind beide vom Fach. Zur Vorbereitung des Blumenfeldes müsse bis zur Aussaat im März mehr Zeit investiert werden. Eine Beregnungsanlage ist installiert, um den Erfolg der Aussaat nicht zu gefährden. „Wir arbeiten ohne den Einsatz von Herbiziden“, betont Frank Wallenhorst.

Anfang September ist wieder Zeit für Kürbisse – zum Verzehr und solche zur Zierde. „Die ernten wir und legen die aus“, sagt Anne Wallenhorst. Gerade rund um Halloween gibt es offenbar ein Problem mit der Zahlungsmoral. „Da sind immer ganz viele Kürbisse weg – ohne Bezahlung.“ Gründe dafür kann sie sich nicht vorstellen. Aber: „In diesem Jahr lege ich mich auf die Lauer“.

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