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Bürgerbus-Verein sucht jüngere Chauffeure / Vorerst noch kein Betrieb

Ältere Fahrer scheuen das Risiko

Lienen/Kattenvenn...

Der Bürgerbus Lienen-Glandorf wird aufgrund der aktuellen Lage auch in den nächsten Wochen nicht fahren. Selbst mit Schutzmaßnahmen wie Glasscheibe zur Fahrerkabine, Mundschutz und Desinfektionsmittel ist die Gefahr in dem kleinen Bus durch Tröpfchenverbreitung zu hoch, um einen ausreichenden Schutz für Fahrer und Fahrgäste zu gewährleisten, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Michael Schwakenberg

Ein Bild aus den Zeiten vor Corona. Wegen der Ansteckungsgefahr fährt der Bürgerbus, der ansonsten Lienen und Kattenvenne mit Glandorf verbindet, derzeit nicht. Foto: Anke Schneider

Der Vorstand diskutiert nach eigenem Bekunden regelmäßig in Videokonferenzen mögliche Szenarien, ob und wie man den Betrieb wieder aufnehmen kann. Dabei sei auch deutlich geworden, dass nicht nur zusätzliche Fahrer benötigt werden, sondern vor allem jüngere. Ein Großteil der aktuellen Fahrer gehöre altersmäßig zur Corona-Risikogruppe und möchte sich derzeit nicht unnötig in Gefahr begeben.

Da der Fahrdienst ehrenamtlich ausgeübt wird, hat der Vorstand dafür Verständnis. „Mit der Anzahl der Fahrer, die bereit sind, mit den oben erwähnten Schutzmaßnahmen zu fahren, ist ein geregelter Betrieb aber nicht möglich.“

Daher richtet der Vorstand erneut einen Appell an alle Interessierten und potenziellen Fahrer, sich dem Verein anzuschließen. Fahrer kann jeder werden, der mindestens 21 Jahre alt ist, einen Führerschein Klasse 3 oder den entsprechenden EU-Führerschein Klasse B hat und über mindestens zwei Jahre Fahrpraxis verfügt. Zusätzlich werden ein Gesundheitszeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis benötigt, damit der Personenbeförderungsschein beantragt werden kann. Die gesamten Kosten übernimmt der Verein.

Wer mitmacht, den erwarten viele Menschen, die dankbar dafür sind, dass Ihnen durch das ehrenamtlichen Engagement zusätzliche Mobilität verschafft wird. „Zudem herrscht mittlerweile ein reges Vereinsleben in einer geselligen Atmosphäre“, wirbt der Vorstand. Obendrein genieße das Engagement „große Anerkennung auf allen Ebenen der Gemeinde“.

Es komme nicht darauf an, wie oft und wie lange jemand fahren kann. „Jeder zusätzliche Fahrer ist ein Gewinn für den Verein und entlastet andere Kollegen“, betont der Vorstand.

Wer Interesse hat, kann sich an den Vorstand des Vereins wenden, um nähere Informationen zu bekommen.

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