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Kindergarten-Provisorium am Schoppenhof

„Außenstelle“ nimmt Formen an

Lienen

Da sich die Arbeiten für den Neubau des künftig fünf Gruppen zählenden Regenbogen-Kindergartens massiv verzögern, muss ab August eine Container-Lösung her. Zwei Gruppen für 40 Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis sechs Jahren werden aktuell in Raummodulen am neuen Standort am Schoppenhof eingerichtet – mit Gruppen-, Neben- und Schlafräumen, Toiletten, Küche und sogar einer Turnhalle zum Toben.

Von Mareike Stratmann

Der Regenbogen-Kindergarten an der Diekesbreede hat schon jetzt eine dritte Gruppe in Raummodulen untergebracht. Da der Neubau noch auf sich warten lässt, ziehen zwei weitere Gruppen mit je 20 Kindern vorerst in ein Provisorium am neuen Standort am Schoppenhof. Die ersten Möbel sind bereits eingeräumt worden. In unmittelbarer Nachbarschaft soll bis August 2023 der Neubau realisiert werden. Foto: Mareike Stratmann

Zugegeben, noch Anfang dieser Woche durfte man seine begründeten Zweifel haben, dass bereits ab August zwei Gruppen des evangelischen Regenbogen-Kindergartens eine neue und doch provisorische Heimat am Ende des Schoppenhofs finden könnten. Da sich die Arbeiten für den Neubau der fortan fünf Gruppen zählenden Einrichtung aufgrund der lange ausstehenden Baugenehmigung verzögern, muss zunächst eine Container-Lösung her (die WN berichteten). Bis Montag war auch von der noch nichts zu sehen. Jetzt aber nimmt die „Außenstelle“ von Tag zu Tag Formen an – und könnte als in sich geschlossener Kindergarten bezeichnet werden. Mit Gruppen-, Neben- und Schlafräumen, Toiletten, Küche und sogar einer Turnhalle zum Toben.

„Dienstag haben die Aufbauten der Container begonnen, heute konnten wir anfangen, die ersten Möbel und Spielsachen rein zu räumen“, schildert Einrichtungsleiterin Lena Sander gestern Mittag, während im rückwärtigen Bereich des Domizils zwei Bauarbeiter die Abwasserleitungen verlegen. Anschließend wird der rund 450 Quadratmeter große Außenbereich angefüllt, eingezäunt und mit Spielgeräten versehen. Sandkasten, Rutsche, Klettergerüst: „Die Kinder sollen es ja auch hier schön haben“, betont Lena Sander.

Und bei einem ersten Blick ins Innere der von außen nicht besonders wohnlich anmutenden Container-Lösung, kann man sich aber durchaus vorstellen, dass dort in wenigen Wochen 40 „Eichhörnchen“ und „Füchse“ im Alter von zwei bis sechs Jahren eine gute Zeit verbringen werden. Die 20 Raummodule mit je drei mal sechs Meter Größe bieten jedenfalls ausreichend Platz – und die noch weißen Wänden ordentlich Platz für bunte Kindergemälde.

Die U3-Gruppe sowie zwei Gruppen für Drei- bis Sechsjährige verbleiben im alten Standort an der Diekesbreede. Vorerst. Denn Plan ist nach wie vor, dass der Neubau in Nachbarschaft zum Provisorium bis zum 1. August 2023 realisiert wird. Das betont auf WN-Nachfrage auch Ralf Evers. Für den Geschäftsführer des Verbunds evangelischer Kindertageseinrichtungen im evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg genießt das Thema Neubau eine „sehr hohe Priorität“, wie er sagt.

Immerhin: Die Baugenehmigung liegt seit Kurzem vor. Und sobald der Grundstücksvertrag mit dem Investor SuCasa Projekt GmbH aus Lengerich unterschrieben ist – „das soll jetzt kurzfristig geschehen, der Vertrag ist durchgesprochen“ – und die finale Planung vom Landesjugendamt abgesegnet ist, sollen die Bauarbeiten starten. Deren Dauer hatte Investor und Bauherr Oliver Haller im März auf acht bis zehn Monate geschätzt. Es wird also Zeit.

Denn auch wenn Lena Sander glaubt, dass sich die Kinder in der „Außenstelle“ wohlfühlen werden und die beiden Standorte, die nur wenige hundert Meter voneinander entfernt sind, gemeinsame Projekte planen, so freut sich die Kindergartenleiterin doch sehnlichst darauf, dass der moderne eingeschossige Neubau endlich Realität wird.

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