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„Hof-Wochen“ bei Große-Stockdiek für angehende Schulkinder

Bauernhof statt Kindergarten

Lienen

Anstatt mit Puppen zu spielen, lernten sie verschiedene Tiere und deren Lebensumfeld kennen. Anstatt sich in der Turnhalle auszupowern, ging es zum Klettern und Toben in den hofeigenen Wald: Über mehrere Wochen hinweg haben jetzt die angehenden Schulkinder des Regenbogen-Kindergartens auf dem Bauernhof Große-Stockdiek in Lienen-Meckelwege häuslich eingerichtet – und erlebt, was das Leben auf dem Bauernhof so ausmacht.

Schafe umtreiben, Eier einsammeln und vieles mehr: Auf dem Hof Große-Stockdiek verlebten die angehenden Schulkinder erlebnisreiche Wochen. Foto: Regenbogen-Kindergarten

Sie lernen verschiedene Tiere und ihr Lebensumfeld kennen. Sie erleben, wie sich die Natur im Laufe der Jahreszeiten verändert, begleiten landwirtschaftliche Tätigkeiten und dürfen häufig auch selbst mithelfen. Dass die Vorschulkinder aus dem Regenbogen-Kindergarten Tagesausflüge zum Bauernhof Große-Stockdiek in Lienen-Meckelwege machen, hat schon seit vielen Jahren Tradition. Neu ist, dass sie sich dort über Wochen häuslich einrichten.

So ist im vergangenen Jahr aus der (Corona-)Not heraus die Idee entstanden, ein längeres Bauernhof-Projekt zu starten und somit eine Art Hofkindergarten einzurichten. Nach Absprache mit allen Beteiligten zogen die angehenden Schulkinder mit zwei Erzieherinnen für vier Wochen auf den Hof. Die Begeisterung, Wissbegierde und Freude der Kinder spiegelte sich in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit wider, schreibt der Kindergarten dazu. Und so kam schnell der Wunsch auf, dies auch den nachfolgenden „Schukis“ zu ermöglichen.

Lange war aufgrund des zweiten Lockdowns und der damit verbundenen Gruppentrennungen nicht klar, ob dieser Wunsch in diesem Jahr in Erfüllung gehen konnte. Doch im Juni war es dann soweit: Mit Hilfe einiger Eltern wechselten Tische, Stühle, Spiele und Kinderfahrzeuge ihren Standort und der „Hofkindergarten“ wurde wiederbelebt. Die anfängliche Zurückhaltung wich sehr schnell einer aktiven Begeisterung, blicken die Erzieherinnen nun zurück. So durften die Kinder beim Füttern, Eier einsammeln, Schafe umtreiben, Ausmisten und was sonst noch so auf dem Hof anfiel, helfen. Außerdem haben die Kinder einem Hufschmied bei der Arbeit zugesehen und beobachtet, wie ein großer Lkw mit einer Säge und einem Holzspalter ganze Baumstämme zu Brennholz verarbeitet.

Im hofeigenen Wald haben die Kinder viele Naturerfahrungen gemacht und nach Herzenslust getobt. Natürlich fanden im Hofkindergarten auch Stuhlkreise, Bastel- und Malangebote sowie gezielte Bewegungsspiele statt.

Das Schönste für die Kinder war jedoch, dass sie auf dem Hof überall willkommen waren und die Landwirte Kathrin Große-Stockdiek und Jochen Rickert jederzeit begleiten und mit Fragen löchern durften. „Dafür möchten wir uns, auch auf diesem Wege noch einmal, ganz herzlichst bedanken“, heißt es im Bericht des Regenbogen-Kindergartens. Zumal die Einrichtung bereits jetzt die Zusage für ein Wiederkommen im nächsten Kindergartenjahr bekommen hat.

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