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„Malepartus“ in neuen Händen

Bayrisches Flair soll bleiben

Lienen

Der Start war nicht einfach für Tobias Sudowe und Jaris Leiro Nogueira- Mit Übernahme der Gaststätte „Malepartus“ haben sie sich den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt. Jetzt hofft das Duo, nach dem Lockdown durchzustarten.

Von Marie Christin Haßmann

Tobias Sudowe Foto: Marie Christin Haßmann

Wanderer und Spaziergänger können wieder im Biergarten des „Malepartus” Rast machen. Darüber freuen sich nicht nur die Gäste, sondern auch die neuen Geschäftsführer Tobias Sudowe (33) und Janis Leiro Nogueira (31). Die Beiden hatten das Lokal Anfang April von Thomas Gaimann übernommen. Gaimann hatte das Restaurant nach zehn Jahren der Führung abgegeben. „Schweren Herzens“, wie Nogueira berichtet.

Vor der Übernahme war Nogueira an der Leitung von Restaurants in Dortmund beteiligt, Sudowe war in Köln im Bankensektor tätig. „Wir haben uns den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt”, sagt Nogueira im Gespräch mit den WN.

Für die Zukunft des Restaurants gibt es viele Pläne und Ideen. So wurde die Zeit des Corona-Lockdowns genutzt, die Außenanlage samt Biergarten neu zu gestalten. Und auch die bisherigen Ruhetage Mittwoch und Donnerstag fallen weg. „Wir wolle immer eine Anlaufstelle sein“, begründen es die beiden Inhaber.

Möglich wird das auch durch viele Neuanstellungen seit April. „Wir haben jetzt an die 25 Mitarbeiter, geplant sind 35 bis 40“, sagt das Duo. Zudem soll künftig mehr auf Veranstaltungen gesetzt werden, etwa Samstagabends oder Sonntagmittags. Das Angebot wollen sie speziellen Anlässen wie Geburtstagen, Firmenfeiern und so weiter anpassen.

Jaris Leiro Nogueira

Auf die Frage, wie mit dem Image des Restaurants und dessen Traditionen umgegangen würde, betonen beide, dass das bayrische Image weiter gepflegt werden soll. Auch die Speisekarte werde weiter den bayrischen Charme des Lokals widerspiegeln, was einige Änderungen nicht ausschließe. Die Auswahl soll etwas verkleinert werden, um die beibehaltenen Gerichte „auf den Punkt zu bringen“, wie es Nogueira formuliert.

Schon im Lockdown wurden die Gäste nach der Qualität des Essens befragt, was zu Änderungen im Speiseplan führte. Neben einer Optimierung der Speisen soll auch der Gästekreis wachsen, erklären die Geschäftsführer. Der Fokus soll zukünftig mehr auf Lienen und Bad Iburg liegen. Und beim Bezug der Lebensmittel „ist es uns wichtig, dass wir unsere Produkte nachhaltig beziehen und die lokalen Händler unterstützen”.

Pandemie und Lockdown bescherten Nogueira und Sudowe einen rauen Beginn. Damit hätten sie allerdings gut umgehen können, sagen sie. Auch wenn die ersten beiden Monate „finanziell kein guter Start” waren, hätten sie die Gelegenheit genutzt, in die Umstrukturierung des Lokals zu investieren. Der Biergarten wurde renoviert, die digitale Präsenz des „Malepartus” ausgebaut. Das ist den beiden wichtig. Und der Außer-Haus-Verkauf sei bedeutungsvoll für die weitere Vernetzung des Lokals mit der Umgebung.

Seit zwei Wochen hat der Biergarten wieder geöffnet. Ab heute wird das auch wieder im Inneren möglich sein, bei Vorlage eines negativen Corona-Testes. Die Angestellten und die Geschäftsführer sind erleichtert, dass es endlich wieder richtig losgeht. „Wir haben alle darauf hingefiebert”, bekennt Sudowe. Da mache man auch gerne mal eine Stunde mehr.

Nicht nur die Mitarbeiter sind glücklich über die Lockerungen – auch die Gäste. Ein frisch gezapftes Bier trinken, an einem Restauranttisch sitzen – da wird auch der gelegentlich notwendige Hinweis, Abstand zu halten, verständnisvoll aufgenommen. „Alle ziehen an einem Strang”, freut sich Nogueira.

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