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Pläne für barrierefreie Toilette

Bücherei soll öffentlichem WC weichen

Lienen

Ein barrierefreies öffentliches WC fehlt im Ortskern. Im Haus des Gastes könnte so ein „stilles Örtchen“ realisiert werden. Dafür müsste die Gemeindebücherei weichen. Der Rat entscheidet am Montag, wie es weitergehen soll.

Durch eine barrierefreie, öffentliche Toilettenanlage im Erdgeschoss könnte das Haus des Gastes als Veranstaltungsort aufgewertet werden. Der Gemeinderat wird dort am Montag über das Thema beschließen. Foto: Wilhelm Schmitte

Ein barrierefreies, öffentliches WC fehlt in Lienen. Der Rat soll in seiner Sitzung am Montag Abhilfe schaffen. Vorgeschlagen wird von der Verwaltung die Errichtung einer barrierefreien, öffentlichen WC-Anlage im Haus des Gastes. Die Sache hat allerdings einen Haken: Für die Toilettenanlage müsste die Gemeindebücherei weichen.

Immerhin soll mit der Planung für das öffentliche „stille Örtchen“ begonnen werden. Fürs nächste Jahr soll dann ein Betrag von 80 000 Euro im Haushaltsplan für diesen Zweck bereitgestellt werden.

Barrierefreie, öffentliche Toilettenanlage geplant

Verschiedene Möglichkeiten sind seit dem Frühjahr durchgespielt worden Dazu gehörten beispielsweise die Errichtung eines Sanitärcontainers oder die Anmietung eines barrierefreien WC im Neubau Diekesdamm 7. Das hätte aber bedeutet, dass diese Toilettenanlage nur mit einem Schlüssel zugänglich gewesen wäre, den ausschließlich Personen mit bestimmten Einschränkungen erhalten hätten. Anderen Menschen wäre der Zugang zum „stillen Örtchen“ verwehrt geblieben.

Der Lagerraum im Anbau des Haus des Gastes samt Bücherei scheint da die bessere Lösung zu sein. Grob geschätzt worden sind die Kosten für eine Umwandlung in eine barrierefreie, öffentliche Toilettenanlage auf 75 000 Euro. Mit einer neuen WC-Anlage im Erdgeschoss würde das Haus des Gastes auch als Veranstaltungsort aufgewertet, ist die Verwaltung überzeugt. Bislang befindet sich in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude nur eine – nicht barrierefreie – Toilettenanlage im Untergeschoss.

Auch wenn für Bücherei und Lagerraum Alternativen gefunden werden müssten – aus Sicht der Denkmalschützer dürfte diese Lösung keine Probleme bereiten, da das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes am Dorfteich nicht angetastet wird.

Der Haupt- und Finanzausschuss hatte sich in seiner Sitzung am 20. September einstimmig für die Lösung im Haus des Gastes ausgesprochen. Inklusive der Aufnahmen der Planungen und der Bereitstellung des Geldes im Jahr 2022.

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