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Unternehmerfrühstück: Schwerpunktthema „Flüchtlinge“

„Das wird eine Riesenherausforderung“

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Es müsse baldmöglichst zusätzlicher Wohnraum gefunden werden, wenn die Flüchtlingszahlen weiter steigen, sagte Bürgermeister Arne Strietelmeier beim Unternehmerfrühstück. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintreffe, sei groß.

Die Fläche neben der Waldorfschule, auf der Mini-Siedlung entstehen soll, ist bereits zu erkennen. Anfang kommenden Jahres sollen die Unterkünfte für Flüchtlinge am Lührmannsweg bezugsfertig sein. Foto: Michael Schwakenberg

Einen dringenden Appell hat Bürgermeister Arne Strietelmeier beim Unternehmerfrühstück am Mittwoch an alle Anwesenden gerichtet. Es müsse baldmöglichst zusätzlicher Wohnraum gefunden werden, wenn die Flüchtlingszahlen weiter steigen, sagte der Bürgermeister. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintreffe, sei groß. Die Flüchtlingsproblematik war neben weiteren Ausführungen zu aktuellen Themen der wichtigste Punkt, den Strietelmeier ansprach.

Er rechne mit der Zuweisung weiterer Flüchtlinge. Sollten dann nicht genügend Wohnungen zur Verfügung stehen, „brauchen wir die Turnhalle“, machte er deutlich. „Das wollen wir nicht, das will keiner.“

Die Verwaltung habe Wohncontainer, die sogenannten Pavillons, bestellt, verwies Strietelmeier auf die geplante Mini-Siedlung auf dem Bolzplatz am Lührmannsweg. Aber: „Wir werden selber bauen müssen“, da man langfristig gerüstet sein müsse. Das wolle man möglichst dezentral machen. „Das Ganze wird eine Riesenherausforderung“, lautete seine Einschätzung und machte damit deutlich, was auf die Gemeinde zukommt.

„Sollte jemand von Ihnen die Möglichkeit haben oder jemanden kennen, der eine abgeschlossene Wohnung zur Verfügung stellen kann, bitte bei uns melden“, bat er eindringlich. Ansonsten müsse man bald auf öffentliche Räumlichkeiten – wie eben die Turnhalle – zurückgreifen.

Bereits im Planungs- und Bauausschuss hatte die Verwaltung kurz über den Stand der Arbeiten für das Container-Dorf berichtet. Demnach muss dort zunächst der alte Boden abgeschoben und durch gründungsfähiges Material ersetzt werden. Auf WN-Nachfrage berichtete Fachbereichsleiter Christian Brüger, dass die Container noch in diesem Jahr geliefert werden und Anfang kommenden Jahres bezugsfertig sein sollen. Der Platz werde auch deshalb dringend gebraucht, weil der Pachtvertrag für das Gebäude an der Iburger Straße neben dem Altenzentrum auslaufe. Ob es dort womöglich dennoch weitergehen kann, dazu liegen Brüger nach eigener Aussage derzeit keine Informationen vor.

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