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Müllsammelaktion im Holperdorp

Den Lebensraum schützen und von Unrat befreien

Lienen

Die Aktion hat sich gelohnt: 30 Helfer machten mit bei der Müllsammelaktion im Holperdorp. Nicht immer gab es positive Reaktionen.

-bj-

Das große Team der Helfer hatte reichlich zu tun. Foto: Birga Jelinek

Die Holperdorper haben sich am Samstag auf den Weg gemacht, um das beschauliche Tal, ihren Lebensraum, von achtlos entsorgtem Müll zu befreien. Die Sammelaktion wurde von der in Holperdorp ansässigen „Vereinigung gegen den Motorradterror“ initiiert und durchgeführt.

Rund 30 Personen, vom Kind bis zum Erwachsenen, fanden sich ein, um sich tatkräftig an der Aktion zu beteiligen. Mit Treckern und Pkw mit Anhängern durchstreiften sie die Gegend. Dabei fand man den erwarteten Müll, der wohl während der Fahrt rücksichtslos aus dem Autofenster entsorgt worden ist. Zigarettenschachteln, leere Getränkeflaschen und Snackverpackungen füllten schon bald die Anhänger. Aber auch erstaunliche Fundstücke entdeckte man am Wegesrand: gefüllte Öldosen, Reifen, ein einzelner Inlineskate und gefüllte Windeln entfernten die Holperdorper aus der Natur.

Erstaunliche Fundstücke

Während sie sammelten, bekamen die Aktiven hauptsächlich positives Feedback aus den vorbeifahrenden Fahrzeugen. Aber leider mussten sich die Müllsammler auch negative Resonanz anhören. Da gab es erhobene Mittelfinger, Beschimpfungen und rücksichtslose Überholmanöver, doch davon ließ sich niemand von dieser wichtigen Aufgabe abhalten. „Es geht darum, unser Tal sauber zu halten, unseren Lebensraum zu schützen“, erklärte Martin Hörsken. Er bildet neben Anke und Mathias Kreutzer, Heike Berger und Ute Wulfert den Ampelkopf der Vereinigung gegen den Motorradterror in Holperdorp.

Nach drei Stunden trugen die Müllsammler das umfangreiche Ergebnis ihrer Arbeit auf dem Hof Hörsken zusammen. Dort tauschten sie sich über ihre Erlebnisse aus und stärkten sich mit Grillwurst und kühlen Getränken.

Zusätzlich wurden bei der Müllsammelaktion insgesamt 500 Euro gespendet. Diese werden in den nächsten Tagen an den Lienener Bürgermeister übergeben, der sie an die ukrainischen Flüchtlinge in der Gemeinde weiterleitet.

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