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Kindergartenbedarfsplanung erfordert Investitionen

Die Nachfrage steigt immer weiter

Lienen/Kattenvenne

In Lienen sowie in Kattenvenne besteht großer Bedarf an neuen Kindergartengruppen. Dies ist nicht nur aktuell der Fall, sondern wird auch für die nächsten Jahre prognostiziert. In der Ausschusssitzung Sport und Soziales wurde über die Finanzierung notwendiger Provisorien in der Trägerschaft des evangelischen Kirchenkreises beraten.

Von Anne Reinker

Es werden immer mehr Kindergartenplätze benötigt. Deshalb sind Investitionen notwendig. Foto: dpa

In Lienen sowie in Kattenvenne besteht großer Bedarf an neuen Kindergartengruppen. Dies ist nicht nur aktuell der Fall, sondern wird auch für die nächsten Jahre prognostiziert. In der Ausschusssitzung Sport und Soziales wurde über die Finanzierung notwendiger Provisorien in der Trägerschaft des evangelischen Kirchenkreises beraten.

Das Jugendamt des Kreises hatte für Lienen einen Bedarf von bis zu 2,5 zusätzlichen Gruppen ab dem Kindergarten 2021/2022 ermittelt, der sich nach Abschluss des Anmeldeverfahrens auf mindestens eine zusätzliche Gruppe reduzierte. Diesem wurde mit einem Provisorium Rechnung getragen.

Für das kommende Kindergartenjahr sieht die Bedarfsplanung in Lienen eine zusätzliche neue Gruppe vor. Das Kreisjugendamt hat den Träger gebeten, ein weiteres Provisorium für die Unterbringung von noch zwei Gruppen einzurichten. Es soll auf einem an den Neubau angrenzenden Grundstück aufgestellt werden.

Für den künftigen Bedarf war zunächst vorgesehen, durch eine Erweiterung des Regenbogenkindergartens eine neue vierzügige Einrichtung zu errichten. Nun wird geplant, diese auf eine mindestens fünfzügige Einrichtung zu steigern.

Mit einem ähnlichen Trend zum Bedarf an Kindergartenplätzen wird auch für Kattenvenne gerechnet. Das Jugendamt prognostiziert ab dem kommenden Kindergartenjahr den Bedarf von zusätzlichen 1,5 Gruppen. Aufgrund der hohen Nachfrage hat das Kreisjugendamt dem Träger auch hier aufgetragen, ein Provisorium dafür zu errichten. Langfristig wird auch hier mit einer noch größeren Nachfrage gerechnet.

Für beide Standorte wurden alternative Unterbringungsmöglichkeiten in vorhandenen Räumlichkeiten geprüft, sie erfüllen jedoch die Anforderungen der Standards nicht.

Beide Bauprojekte – in Lienen und seinem Ortsteil – befinden sich im Genehmigungsverfahren, derzeit finden noch Abstimmungen zwischen dem Träger, dem Landesjugendamt sowie dem Kreisjugendamt statt. Mit einer Fertigstellung der baulichen Anlagen wird zum 1. August 2023 gerechnet.

„Wir haben jahrelang Ruhe mit zusätzlichem Bedarf gehabt“, kommentierte Fachbereichsleiter Christian Brüger. Es sei keine Überraschung, dass es nun „knüppeldicke“ kommt.

Durch die Errichtung der Provisorien und die Markt- und Preisentwicklung bestand für den Träger schneller Handlungsbedarf, weitere Container zu bestellen. Durch die daraus resultierende zusätzliche Belastung ist es nun nicht mehr möglich, mit der Abrechnung zu warten, so dass um eine zeitnahe Abrechnung der Mehrkosten und eine Zusicherung der Kostenübernahme gebeten wird. Zu rechnen ist mit einem Gesamtaufwand in 2022 von 105 840 Euro und in 2023 mit 38 724 Euro.

Der Ausschuss schlägt dem Rat vor, die entstehenden Aufwendungen zu erstatten.

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