1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Lienen
  6. >
  7. Die Serien-Sieger Klaus Moog und Erwin Altevogt

  8. >

Erfolgreiches Jahr für den Vogelschutz- und Zuchtverein Lienen

Die Serien-Sieger Klaus Moog und Erwin Altevogt

Lienen

Durch den Vogelschutz- und Zuchtverein ist Lienen in der ganzen Welt bekannt. Zwei Züchter haben im vergangenen Jahr viele Titel abgeräumt.

Erwin Altevogt und Klaus Moog vom Vogelschutz- und Zuchtverein Lienen präsentieren ihre siegreichen Vögel.   Foto: Foto: Dario Teschner

Der Vogelschutz- und Zuchtverein Lienen blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Nach der Corona-Pause fanden erstmals wieder Wettbewerbe statt, und die verliefen für den Seriensieger Klaus Moog (63) und Erwin Altevogt (75) wie am Schnürchen. Der 63-Jährige schnappte sich mit seinem japanischen Mövchen (schwarz-braun gescheckt) einen Titel nach dem anderen. Er gewann unter anderem die AZ-Landesschau Rhein-Ruhr Münsterland in Hamminkeln und wurde bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Salzuflen in der Kategorie „Bester Exot“ mit der Goldmedaille „Deutscher Meister am Band“ ausgezeichnet. Seinen größten Erfolg feierte er am 21. und 22. August in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe, wo er sich unter 219 Ausstellern aus insgesamt neun Nationen und 2652 Vögeln durchsetzen konnte und Europameister wurde. Im Dezember kürte sich Erwin Altevogt, der seit Jahrzehnten erster Vorsitzende des Lienener Vereins ist, mit seinem grauen Zebrafinken zum Deutschen Meister und rundete das siegreiche Jahr damit ab.

Die beiden siegreichen Vögel sind Arten, die zu der Familie der Prachtfinken zählen. Das japanische Mövchen ist etwa 12,5 Zentimeter groß und kann zwischen sechs und acht Jahre alt werden. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben. Genauso wie etwa die bei uns heimischen Buchfinken haben sie einen kegelförmigen Schnabel und fressen bevorzugt Körner. „Ab und zu bekommen die Piepmätze aber auch frisches Obst und Gemüse, wie etwa Möhren und Petersilie“, fügt Klaus Moog an. Eine gute und ausgewogene Ernährung sowie eine einwandfreie Haltung der Tiere sei für den Artenschutz und die erfolgreiche Zucht wichtig, erklärt der Züchter und siebenfache Europameister. Anfang der 2000er holte er in Mainz seine erste Medaille. Er weiß: Bei den Wettbewerben kommt es auf jedes kleinste Detail an. Die Jury beurteilt die Vögel unter anderem nach Farbe, Typ, Größe und Pflege. „Der Gesamteindruck muss einfach stimmen. Dreckiges Gefieder oder ein abgenutzter Schnabel können zu Punktabzügen führen“, erklärt Moog. Im Titelkampf sei in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal mit miesen Tricks gearbeitet worden, berichtet der 63-Jährige. „Es gab schon Konkurrenten, die Federn angeklebt oder abgenutzte Schnäbel mit einem Stift nachgezogen haben“, so der Lienener Vogelzüchter Klaus Moog. So ein Betrug habe aber stets eine Disqualifikation nach sich gezogen.

Der 1985 gegründete Vogelschutz- und Zuchtverein Lienen freut sich über die tollen Ergebnisse im abgelaufenen Jahr und blickt dennoch nicht sorgenfrei in die Zukunft. Das Coronavirus, der Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden Kosten für Energie und Tierfutter bereiten ihnen Kopfzerbrechen. Der Lienener Verein zählt zurzeit zwölf Mitglieder, von denen noch vier aktiv an Wettbewerben teilnehmen. Regelmäßig wird zu gemeinsamen Grillabenden und andere Feiern eingeladen. „Jeder der Lust hat, kann bei uns mitmachen“, so die Züchter, die sich über Zuwachs freuen würden.

Klaus Moog und Erwin Altevogt empfangen Züchter aus der ganzen Welt, die sich für ihre Vögel interessieren. Die Käufer stammen beispielsweise aus Italien, Frankreich und Österreich. „Lienen ist durch unseren Vogelschutz- und Zuchtverein in der ganzen Welt bekannt“, freut sich Altevogt, der schon als Kind mit der Vogelzucht zu tun hatte. Klaus Moog hat sich auch für 2023 wieder viel vorgenommen. Sein Ziel: den Europameistertitel verteidigen.

Startseite