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5000-Euro-Spende für Bürgerbusverein

Drei Monate mitfahren zum Null-Tarif

Lienen/Glandorf

Nach gründlicher Überlegung hat der Vorstand des Bürgerbusvereins Lienen-Glandorf entschieden, dass eine 5000-Euro-Spende dazu verwendet wird, nach Wiederaufnahme des Betriebs am 2. September die Fahrgäste kostenlos zu transportieren – für drei Monate.

Udo Nickel, Vorsitzender des Bürgerbusvereins Lienen-Glandorf, freut sich über die Spende der Firma Dyckerhoff, die Werkleiter Franz-Josef Barton und Betriebsratsvorsitzender Reinhard Machill überreichten. Dadurch fährt der Bus ab September drei Monate zum Null-Tarif. Foto: Dirk Bodensiek/Dyckerhoff

Die Freude bei den Verantwortlichen des Bürgerbusvereins Lienen-Glandorf war groß, als das Unternehmen Buzzi/Dyckerhoff einen Betrag von 5000 Euro zur freien Verwendung zur Verfügung stellte. Jetzt hat der Vorstand beschlossen, für welchen Zweck das Geld eingesetzt wird.

„Mit dieser Spende haben wir die Möglichkeit, allen Fahrgästen für die Monate September, Oktober und November den Fahrpreis zu erlassen. Anstelle der Fahrgäste entrichtet nun der Verein den Fahrpreis an die Verkehrsträger RVM und VOS“, wird der Vorsitzende des Bürgervereins, Udo Nickel, in einer Pressemitteilung zitiert.

Der Vorstand habe in den vergangenen Monaten verschiedene Verwendungen des Spendenbetrags durchgespielt. Erschwert worden sei die Planung, da durch die Corona-Pandemie unsicher war, wie Dinge umgesetzt werden könnten und wann der Bürgerbus nach der Pandemie-bedingten Pause wieder startet. Das ist inzwischen geklärt, am 2. September nimmt der Bus seine Touren wieder auf (WN berichteten).

Im Dank des Vorstandes für die Spende sei auch der Dank der Fahrgäste enthalten, so der Vorsitzende. Für den Verein sei das Engagement von Buzzi/Dyckerhoff um so bemerkenswerter, weil der Bürgerbusverein vom Finanzamt nicht als gemeinnützig anerkannt werde, obwohl die handelnden Personen alle ehrenamtlich tätig sind und der Verein qua Satzung keine Gewinne erwirtschaften dürfe. „Da wir keine Spendenquittungen ausstellen dürfen, haben wir normalerweise keine reelle Chance, Spendengelder zu akquirieren“, erläutert Udo Nickel. Das mache diese Unterstützung besonders wertvoll.

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