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Kreis setzt Frist: Bis zum 30. November muss ein Investor her

Droht dem Waldorf-Kindergarten das Aus?

Lienen

Droht dem Waldorf-Kindergarten in Lienen nach mehr als 35 Jahren das Aus? Diese Sorge äußert der Trägerverein jetzt selbst in einer Pressemitteilung. Und das, obwohl die Anmeldezahlen die große Beliebtheit der Einrichtung widerspiegelten.

Droht dem Waldorf-Kindergarten in Lienen nach mehr als 35 Jahren das Aus? Diese Sorge äußert der Trägerverein jetzt selbst in einer Pressemitteilung. Und das, obwohl die Anmeldezahlen die große Beliebtheit der Einrichtung widerspiegelten.

In dem Schreiben betont der Verein, dass sich der Waldorfkindergarten Lienen seit Längerem um eine Lösung für den Fortbestand bemühe – sowohl als Neubau an der Friedhofstraße als auch die Sanierung des bisher genutzten Gebäudes in der Kattenvenner Straße standen im Raum. Allerdings, so hatte es die Vorsitzende Miriam Kurzbach bereits in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses anklingen lassen (die WN berichteten), „haben Kindergarten, Jugendamt und die Gemeindeverwaltung Lienen bisher für die Zukunft des Waldorf-Kindergartens keinen gemeinsamen Weg gefunden.“

Und weiter: „Das Jugendamt setzt auf einen Investor. Dieser ist jedoch bei der in Aussicht gestellten Kaltmiete von 9,02 Euro/Quadratmeter nicht zu finden. Diese Situation ist allen Beteiligten sehr wohl bekannt und trotzdem wurde dem Waldorfkindergarten Lienen eine Frist von drei Wochen gesetzt, um bis zum 30. November einen Investor zu finden. Nach Ablauf dieser willkürlich gesetzten Frist soll der Waldorfkindergarten dann nur noch mit einer Gruppe weitergeführt werden, was die Wirtschaftlichkeit des Betriebes unmöglich macht“, stellt Kurzbach klar.

Finanzstarke Investoren, die ihr Kapital gemeinwohlorientiert in den Bau von Kindergärten investieren wollen, scheine es in der Region nicht zu geben. Mit den in Aussicht stehenden Mieteinnahmen, so Kurzbach in der Pressemitteilung des Trägervereins, könne kein Kindergartenbau finanziert werden. Eltern fragten sich daher, auf welche Weise das Recht auf einen Kindergartenplatz und die Trägervielfalt in Lienen umgesetzt und gesichert werden sollten.

„Der hohe Druck, der zurzeit auf den Waldorf-Kindergarten ausgeübt wird, ist nicht nur für den ehrenamtlich, unter Hochdruck arbeitenden Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch für alle beteiligten Eltern eine große Belastung“, betont Kurzbach und schließt mit den Worten: „Alle befürchten nach mehr als 35 Jahren das endgültige Aus für den Waldorfkindergarten.“

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