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22 moderne Defibrillatoren im Notfall erreichbar

Eine der wohl am Besten mit „Lebensrettern“ ausgestatteten Gemeinden

Lienen

Seit 2010 hat das First Responder-Team in rund 200 Fällen eine Reanimation durchgeführt. Marco Dierkschneider und seine Kollegen wissen, wie wichtig dabei die Hilfe von Defibrillatoren sein kann. Anlässlich der Woche der Wiederbelebung haben sie sich gemeinsam mit dem Verein „Mein Lieben“ Werbung für die „Lebensretter“ gemacht. Mit Erfolg. Mittlerweile verfügt Lienen über 22 Geräte und ist damit laut Bürgermeister Arne Strietelmeier „wohl eine der am Besten mit Lebensrettern ausgestatteten Gemeinden Deutschlands“.

Viele Lienener haben lebensrettende Defibrillatoren angeschafft. Wie wichtig deren Einsatz im Notfall ist, verdeutlichte Marco Dierkschneider (Bild rechts) in einem Vortrag. Foto: Gernot Gierschner

„Bei einem Herzkreislaufstillstand sinkt die Überlebenschance in jeder Minute ohne Reanimationsmaßnahmen um zehn Prozent,“ sagt First Responder Marco Dierkschneider in seinem Vortrag anlässlich der Feierstunde zum Abschluss der Aktion „Mehr Defibrillatoren für Lienen“.

Zur Woche der Wiederbelebung Ende September hatten der Verein „Mein Lienen“ und die First Responder der Feuerwehr Lienen mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung diese Initiative gestartet. Ziel war es, die vorhandenen Defibrillatoren (AED: automatisierter externer Defibrillator) im Gemeindegebiet zu erfassen, öffentlich zugänglich zu machen und auch die Anschaffung neuer Geräte zu initiieren.

Bürgermeister Arne Strietelmeier konnte am Donnerstagabend in einer kleinen Feierstunde den großen Erfolg der Aktion verkünden. Waren zu Beginn der Aktion sieben Geräte in der Gemeinde vorhanden, können die Ersthelfer jetzt auf 22 moderne AED-Defibrillatoren zugreifen. Wobei die Geräte nun zum größten Teil frei zugänglich sind – außen an Gebäuden in auffälligen roten Metallboxen. Der Bürgermeister dankte den Initiatoren der Aktion und den Firmen, Gewerbetreibenden, Ärzten, Banken und Vereinen, die mit der zur Verfügungsstellung und Neuanschaffung der Geräte dazu beigetragen hätten, dass Lienen wohl eine der am besten mit diesen „Lebensrettern“ ausgestattete Gemeinde in Deutschland sei.

Wie wichtig die Unterstützung durch automatisierte externe Defibrillatoren bei der Reanimation ist, verdeutlichte Marco Dierkschneider in seinem Vortrag zu Einsatz- und Arbeitsweise der Geräte. Seit 2010 hat das First Responder-Team (Erst-Reagierender/Erst-Eintreffender) in rund 200 Fällen eine Reanimation durchgeführt. Sehr persönlich schilderte Dierkschneider erfolgreiche Einsätze, in denen ein Defibrillator zum Einsatz gekommen war.

Wo im Ernstfall das nächste einsatzbereite Gerät vorhanden ist, kann zum Beispiel im Internet (https://mein-lienen.de/Defi) eingesehen werden. Ansonsten kennt aber auch die Leitstelle unter

 112 den nächstgelegenen Standort.

Das Wichtigste im Notfall bleibe allerdings, so Marco Dierkschneider, nicht zu zögern, sondern mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung zu helfen. Dabei müsse man keine Angst haben, etwas falsch zu machen, die Geräte führen – einmal richtig angeschlossen – ihre lebensrettenden Maßnahmen selbstständig durch, ohne Helfer oder Patienten zu gefährden. Auch sei man in der Situation nicht allein. Wenn man den Notruf gewählt habe, begleite der Mitarbeiter den Helfer am Telefon so lange, bis der Rettungswagen eintrifft.

In den nächsten Tagen werden die restlichen Geräte montiert. Dann gibt Marco Dierkschneider Belegschaften auch noch genaue Einweisungen in die Funktionsweise der Geräte.

Bürgermeister Arne Strietelmeier betonte, dass die Aktion zwar abgeschlossen sei, aber jeder, der ein weiteres Gerät erwerben und aufstellen möchte, sich auf die volle Unterstützung der Gemeindeverwaltung verlassen könne.

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