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Abwasserbeseitigung Montag Thema im Planungsausschuss

Es wird eine teure Angelegenheit

Lienen

Was wird aus der Kläranlage in Kattenvenne? Es liegen drei verschiedene, gänzlich unterschiedliche Varianten auf dem Tisch, mit denen sich der Planungs- und Bauausschuss in seiner Sitzung am Montag, 5. September, beschäftigten wird. Klar ist aber bereits jetzt: Es wird – so oder so – eine teure Angelegenheit.

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Was wird aus der Kläranlage in Kattenvenne? Es liegen verschiedene, gänzlich unterschiedliche Varianten auf dem Tisch, mit denen sich der Planungs- und Bauausschuss in seiner Sitzung am Montag, 5. September, beschäftigten wird. Foto: Mareike Stratmann

In Sachen Abwasserbeseitigung herrscht in Lienen immenser Handlungsbedarf. Um verschiedene Handlungsoptionen vorzutragen, war eine Vertreterin des Unternehmens Emscher Wassertechnik schon vor zwei Jahren zu Gast im Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde, der am kommenden Montag, 5. September, erneut über dieses Thema beraten wird. Das Unternehmen hat „ihre vergleichende Betrachtung nochmals an diverse Gegebenheiten angepasst“, heißt es in der entsprechenden Sitzungsvorlage. Eines hat sich dabei nicht geändert: Es wird – so oder so – eine teure Angelegenheit.

Im Ergebnis stehen „drei technisch gleichwertige Optionen zur Verfügung“, heißt es weiter.

Variante 1 sieht die Stilllegung und den Rückbau der Bestandskläranlage Kattenvenne (KLA) vor. Das anfallende Abwasser der Ortslage Kattenvenne wird durch den Neubau einer Druckrohrleitung (DRL) entlang der Ringeler Straße auf Lengericher Stadtgebiet bis zur L 591 (Südring) gepumpt und dort an die Stadt Lengerich übergeben. Hierzu ist der Neubau des bestehenden Pumpwerks „Münsterstraße/B 475“ in Kattenvenne angesetzt. Für die Ableitung des Abwassers aus der Ortslage Lienen soll die bestehende DRL aus- und parallel zu dieser eine neue Druckrohrleitung eingebaut werden. Die Investitionskosten werden auf 11,27 Millionen Euro geschätzt. Die jährlichen Betriebskosten können erst nach erfolgter Endabstimmung belastbar ermittelt werden.

Variante 2 sieht die Sanierung und Erneuerung des Bestandes der KLA Kattenvenne sowie der DRL von Lienen zur KLA Lengerich vor. Die Emscher Wassertechnik GmbH hat eindeutig darauf hingewiesen, dass der bauliche Zustand der Kläranlage aufgrund ihres Alters als schlecht zu bezeichnen ist. Für den Fall des Erhalts sei eine angedachte Sanierung dieser nicht ausreichend. Vielmehr sei neben einer Kapazitätserweiterung auch ein weitergehender Neubau des Bestands vorzusehen. Gleiches gilt für die bestehende DRL nach Lengerich. Die Investitionskosten werden auf 12,26 Millionen Euro geschätzt. Die jährlichen Betriebskosten können auch hier erst nach erfolgter Endabstimmung ermittelt werden.

Variante 3 beschreibt den Neubau der bestehenden KLA Kattenvenne, die Sanierung des Hauptpumpwerks Dalweg und den Neubau einer DRL zur KLA Kattenvenne. Das alte Einzugsgebiet der DRL und die Einleiter auf der Strecke der alten DRL nach Lengerich entwässern ab dem Pumpwerk Dohmanns Weg weiterhin nach Lengerich. Die bestehende DRL ist auf dieser Strecke zu erneuern. Das Zwischenstück der DRL vom Pumpwerk Dohmanns Weg bis zum Hauptpumpwerk Dalweg wird zurückgebaut. Die neu zu bauende Kläranlage Kattenvenne muss unter Berücksichtigung der zunehmenden Menge durch das Einzugsgebiet Lienen auf zirka 7500 Einwohner ausgelegt werden. Die Investitionskosten betragen schätzungsweise 21,67 Millionen Euro.

Wie der Vorlage weiter zu entnehme ist, schlägt die Verwaltung vor, diesen Themenkomplex im Rahmen einer Sondersitzung des Planungs- und Bauausschusses intensiv zu beleuchten, sobald alle Daten vorliegen, die zur Berechnung der Betriebskosten erforderlich sind.

Die Sitzung am kommenden Montag, 5. September, beginnt um 18 Uhr im Haus des Gastes.

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