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Gemeinde lässt Riesen-Bärenklau bekämpfen

Gefährlicher Einwanderer

Lienen

Er hat prächtige weiße Blütendolden, wird über zwei Meter hoch und ist nicht ungefährlich. Auf der Haut des Menschen kann der Saft der Herkulesstaude Verbrennungen verursachen. Die Gemeinde lässt den ungeliebten Einwanderer konsequent bekämpfen.

wn

Bis zu vier Meter hoch kann er werden und seine weißen Dolden sind ein echter Blickfang. Doch wer den Riesen-Bärenklau am Wegesrand entdeckt oder gar im eigenen Garten hat, sollte besser Abstand halten, rät die Gemeindeverwaltung. Die auch Herkulesstaude genannte Pflanze kann auf der Haut Verbrennungen mit Schwellungen und Blasen verursachen. Ein gefährlicher Einwanderer aus dem Osten.

Vor rund 100 Jahren ist der Doldenblüter aus dem Kaukasus in hiesige Gärten gelangt. Mittlerweile ist der Riesen-Bärenklau aber nicht nur wegen der Verletzungsgefahr, sondern auch wegen seiner alles verdrängenden Wuchskraft ein Problem.

Seit vier Jahren lassen die Gemeinde und der Unterhaltungsverband Lienener Mühlenbach die Herkulesstaude bekämpfen. Mit Pflanzenschutzmittel. Anders ist großen Beständen nicht beizukommen.

Mit einem Pinsel wird das Mittel auf die einzelnen Pflanzen aufgetragen. Eine einmalige Bekämpfung reicht nicht. „Anfang Juli wird die Aktion wiederholt“, berichtet Günter Glose. Er, der bei der Gemeindeverwaltung den Fachbereich Bauen und Planen verantwortet, freut sich, dass der Kreis der Kommune einen kleinen Zuschuss gibt.

Freilich: Auch in der Zukunft muss die Gemeinde den Riesen-Bärenklau im Auge behalten. Eine Dolde kann bis zu 15 000 Samen ausbilden. Diese sind mehrere Jahre lang keimfähig.

Der Saft der Pflanze ist gefährlich und kann zu Verbrennungen der Haut führen. Meist ist eine langwierige Behandlung erforderlich.

Großflächig kommt die Herkulesstaude im Westerbecker Berg vor. Doch auch dort erfolgt eine konsequente Bekämpfung.

Wer weitere Standorte kennt, sollte die Gemeinde ( ✆ 0 54 83/73 96 24) informieren.

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