Osterfeuer: Keine Ausnahmegenehmigungen

Gemeinde will Fehlalarme verhindern

Lienen

Per Sondergenehmigung das Abbrennen von bereits aufgeschichteten Osterfeuern erlauben, und zwar vor den Feiertagen? Lienens Gemeindeverwaltung lehnt das ab. Ein Grund: Es sollen Fehlalarme verhindert werden.

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Die Lienener Gemeindeverwaltung teilt mit, dass sie keine Ausnahmegenehmigung zum Abbrennen von bereits aufgeschichteten Osterfeuer erteilen wird. Sie folgt damit nicht der anders lautenden Erklärung des Kreisumweltamtes, das seinerseits das Abbrennen bis Mittwoch, 8. April, im Rahmen einer Einzelgenehmigung dulden würde.

Der Entschluss diene der Vermeidung von Fehlalarmierungen der Feuerwehr, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Diese sei über den Kreisbrandmeister in die Krisenarbeit des Kreises eingebunden und solle nicht zusätzlich mit Fehlalarmen belastet werden. Die wären aber zu befürchten, eben weil die Feuer schon vor dem Osterwochenende abgebrannt würden.

Außerdem käme es in diesen Fällen zu Kontakten innerhalb der Feuerwehr, ohne dass ein Notfall vorliegt, erläutert Ordnungsamtsleiter Christian Brüger. Dabei könnten Infektionsketten entstehen, die die Einsatzbereitschaft der Wehr gefährden oder schlimmstenfalls zum kompletten Ausfall führen könnten.

Zusätzlich befürchtet die Verwaltung, dass ein Abbrennen weitere unbeteiligte Personen anziehen könnte und damit Verstöße gegen die Vorgabe, dass nicht mehr als zwei Personen zusammenkommen dürfen, provoziert werden. Die Verfolgung und Ahndung solcher Verstöße sei Aufgabe des Ordnungsamtes, das sich dazu zeitlich und personell nicht in der Lage sieht.

Wie auch schon die Stadt Lengerich (Westfälische Nachrichten berichteten), schlägt Brüger vor, das gesammelte Material zwischenzulagern und bei der Annahmestelle am Dalweg anzuliefern, sobald diese wieder geöffnet ist. Auch sei denkbar, das Material zu häckseln.

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