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Bündnis lehnt CDU-Antrag auf mehr Parkflächen ab

„Kein Weg für einen Erholungsort“

Lienen

Grünflächen beseitigen, um Parkplätze zu schaffen, mit diesem Vorschlag der CDU kann sich das Bündnis für Ökologie und Demokratie nicht anfreunden.

wn

Zum Antrag der CDU zur Schaffung zusätzlicher Parkflächen im Innenbereich von Lienen (die WN berichteten) nimmt das Bündnis für Ökologie und Demokratie per Pressemitteilung Stellung. In dem Schreiben heißt es: „Die zur Schaffung zusätzlicher Parkflächen vorgeschlagene Beseitigung der letzten kleinen Grünflächen im Ort gefährdet die Anerkennung Lienens als staatlich anerkannter Erholungsort.“ Als solcher sei man verpflichtet, einen dem Erholungszweck entsprechenden Ortcharakter zu wahren. Während andere Kommunen sich bemühen wieder mehr Raum zum Verweilen, für Natur, Fußgänger und Radfahrer zu schaffen, dürfen wir als Erholungsort in Lienen nicht den umgekehrten Weg gehen.

Um den Einzelhandel zu fördern schlägt das Bündnis gen stattdessen vor zu prüfen, inwieweit die Parkflächen im Ort durch Langzeitparker besetzt sind, so dass sie für den Einkauf und damit den Einzelhandel nicht mehr zur Verfügung stehen. Notfalls sei an eine kostenfreie Parkzeitbegrenzung zum Beispiel mit Parkscheiben zu denken.

Begrenzung der Parkzeit als Option

Darüber hinaus sei es unabdingbar bei neuen eher städtisch geprägten Wohnquartieren wie zum Beispiel dem Neubaugebiet um den ehemaligen Jägerhof zumindest eine Gleichbehandlung von Autos und Fahrrädern vorzusehen. „Wer nur Parkflächen für Autos plant und die Fahrräder vergisst, braucht sich nicht wundern, wenn die Anwohner für ihren Einkauf oder den Weg zur Arbeit auch für kurze Strecken das Auto benutzen. Mit den entsprechenden negativen Folgen für das Erscheinungsbild und die Lebensqualität im Ort sowie den Parkraum im Innenbereich.“

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