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Das Projekt „12-days-on-nature-places“ führt Claudia Ebbing nach Lienen

Künstlerisch auf Orte einlassen

Lienen

„12-days-on-nature-places“ heißt ein Kunstprojekt von Claudia Ebbing, das sie jetzt nach Lienen geführt hat. Der Künstlerhof von Franz Winkelkotte und Wendelin Gräbener bot ihr Gelegenheit für kreatives Schaffen.

Von Anne Reinker

Claudia Ebbing freut sich, am Hof von Wendelin Gräbener (hinten im Bild) und Franz Winkelkotte Station machen zu dürfen Foto: Anne Reinker

Der Wind in den Bäumen, der Sonnenschein auf den Gräsern und die Schafe, die auf der gegenüberliegenden Wiese weiße Akzente setzen: Das alles sind Eindrücke, die Claudia Ebbing am Freitag wie auch am Samstag auf dem Künstlerhof von Franz Winkelkotte und Wendelin Gräbener für ihre Arbeit auf sich einwirken ließ. Dafür rollte sie eigens mit ihrem kleinen Wohnwagen an.

Die Aktion war Teil des Projekts „12-days-on-nature-places“, das durch das Landesministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert wird und während dessen Umsetzung Claudia Ebbing insgesamt zwölf unterschiedliche Orte besucht. Die Nähe zur Natur – ob in einem Naturschutzgebiet, bei einem Fischzuchtbetrieb oder auf einem Ziegenhof – nutzt sie dann für ihre Beobachtungen und ihre Kunst.

„Die Möglichkeiten zu arbeiten sind jedes Mal anders“, erzählte Claudia Ebbing. Man müsse jedes Mal improvisieren und sich den Gegebenheiten, beispielsweise dem Platz und den Wetterbedingungen, stellen. „Ich fordere mich selbst damit heraus“, beschrieb sie ihre Vorgehensweise.

Ihre Beobachtungen hält sie vor Ort unter dem Vordach des Wohnwagens, in dem sie übrigens auch nächtigt, in Tusche und Acryl fest. Im Atelier in Velen werden die Arbeiten dann ausgearbeitet, oft werden Details alter Fotografien zeichnerisch eingebracht.

Auf der Wiese am Hof Winkelkotte/Gräbener „gefallen mir hier die Fülle der Natur und die vielen Farbtöne so gut“, sagte die Künstlerin, die bei schlechtem Wetter auch in ihrem fahrbaren Atelier arbeitet.

Dem Gast bei sich auf dem Gelände einen Stopp zu gewähren, war für Wendelin Gräbener selbstverständlich. Die Arbeitsweise interessierte sie. „Ich finde es spannend, wenn man sich künstlerisch auf ein Minimum reduzieren will“, meinte sie.

Wenn Claudia Ebbing alle zwölf Orte besucht hat, möchte sie anschließend die während des Projektes geschaffenen Werke in ihrem fahrbaren Atelier der Öffentlichkeit zeigen und dafür an verschiedenen Orten Stopps einlegen.

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