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Gartenfest im Heckentheater

Nachhaltigkeit wird groß geschrieben

Lienen-Kattenvenne

Eine Menge geboten worden ist am Samstag beim Gartenfest im Kattenvenner Heckentheater. Es gab unter anderem Musik und Workshops, und das Thema Nachhaltigkeit wurde groß geschrieben.

Von Johanna Engel

Beim Upcycling ging es um die Wiederverwertung von Dingen, die normalerweise wohl im Abfall landen würden. Foto: Johanna Engel

Zu einem großen Gartenfest für Jung und Alt haben die Macher des Heckentheaters am Samstag eingeladen. Seit Anfang des Jahres finden dort diverse Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit im Lebens- und Jahreszyklus statt. Darauf wurde auch jetzt bei einigen Angeboten der Fokus gelegt.

Den Auftakt des sonnigen Nachmittags machte die Gruppe der Zwillinge Jazzuniversität, die mit ihrer lockeren Musik und Art die Besucher unterhielt und zum Mitsingen und Lachen animierte. Auch war Zeit, das weitläufige Gelände schon einmal zu erkunden. Zwischen den Bäumen und dem Teich liefen Hühner, auf dem Blumenstreifen am Acker konnten Schmetterlinge beobachtet werden und auch viele Kunstschätze waren zu entdecken.

Das Heckentheater-Duo Rolf Kötterheinrich und Erhard Piech sieht die Adresse nicht zuletzt als Treffpunkt aller Generationen. So war das Publikum auch altersmäßig bunt gemischt. Marlis Bramsche zum Beispiel hatte ihre Enkelin zum Fest mitgenommen. „Ich freue mich sehr auf die Begegnungen und auf die Workshops“, berichtete sie von ihren Gartenfest-Plänen.

Insbesondere der Trommelworkshop mit dem Profi-Drummer Joachim Dölker interessierte sie. Unter dem Titel „Trommeln auf Eimern – Instrumente braucht keiner“ wurden die Teilnehmer dabei angeleitet, mit Löffeln auf Eimern Rhythmen zu schlagen.

Außerdem gab es einen Workshop zu Step-Aerobic, verschiedene Spiele auf der großen Wiese und eine Gartenführung, wobei Erhard Piech und Rolf Kötterheinrich von den verschiedenen Skulpturen und Kunstobjekten auf dem Areal erzählten. Für besonders Kreative wurde auch ein Workshop zum Thema Upcycling angeboten, bei dem aus alten Eierkartons Anzuchtmöglichkeiten für Kresse geschaffen wurden und aus Holzscheiben Untersetzer unter anderem für Kerzen.

Zur Unterstützung der Betreiber hat sich vor zwei Jahren ein Förderverein aus etwa einem Dutzend Mitgliedern gegründet, die sich tatkräftig und interessiert engagieren. Der Vorsitzende, Ex-Landrat Thomas Kubendorff, erzählte am Samstag, dass ihm der Ort vor allem wegen des Kulturprogramms gefalle. „Es könnten allerdings mehr Besucher sein“, zeigte er sich von der Resonanz etwas enttäuscht.

Die Nachhaltigkeits-Veranstaltungsreihe wird von der Stiftung für Umwelt und Entwicklung mit 75 000 Euro für zwei Jahre gefördert. Dank dieser Hilfe sind auch Projekte wie ein Obst- und Gemüsegarten entstanden. Dort sollte ursprünglich mit Familien angepflanzt werden, da das allerdings aufgrund von Corona nicht möglich war, nahmen die Betreiber es selbst in die Hand. Nun wachsen Kürbisse, Kirschen, Tomaten und vieles mehr.

Der vorläufig letzte Programmpunkt aus der Reihe in diesem Jahr wird am 2. Oktober unter dem Motto „Gesunde Ernährung“ stattfinden.

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