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Grundschule Kattenvenne

Raumnot verschärft sich zusehends

Lienen/Kattenvenne

Die Grundschule Kattenvenne platzt aus allen Nähten. Darauf hat Schulleiterin Ute Nordenkemper am Montag im Schulausschuss, aber auch bereits in einem Schreiben an die Verwaltung im September hingewiesen. Die Raumnot in Kattenvenne verschärfe sich zusehends – und das gelte sowohl für Klassenräume als auch OGS und Verwaltungstrakt.

Die 2020 begonnen Planungen für die OGS-Erweiterung durch Aufstockung des Bestandsgebäudes wurden wegen veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen zwischenzeitlich wieder auf Eis gelegt wurden. Das Raumproblem hat sich unterdessen weiter verschärft. Foto: Michael Schwakenberg

Als der Schulausschuss am Montag im Haus des Gastes tagte, drehte sich fast alles um die Zukunft der Grundschule Lienen und der Waldorfschule. Handlungsbedarf gibt es aber auch an der Grundschule Kattenvenne. Darauf machte Schulleiterin Ute Nordenkemper aufmerksam: „Wir platzen aus allen Nähten.“

Das betreffe die Klassenraumsituation, die Offene Ganzstagschule (OGS) und den Verwaltungstrakt. Nor-denkemper schilderte, dass sie sich schon seit 17 Jahren ein Büro mit der Schulsekretärin teile. Die Raumnot verschärfe sich, da das Land neuerdings auch den kleinen Grundschulen Konrektoren-Stellen zugesteht.

Aktuell hat die Schule 31 Anmeldungen für das Schuljahr 2022/23 vorliegen, was zumindest die Möglichkeit einer Zweizügigkeit beinhaltet. Bereits im September hatte Nordenkemper ein Schreiben an die Verwaltung verfasst, in denen wichtige Anliegen formuliert sind, die die Schule betreffen. In dem äußert sie Verständnis dafür, dass die 2020 begonnen Planungen für die OGS-Erweiterung wegen veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen zwischenzeitlich wieder auf Eis gelegt wurden.

Die aktuelle Situation stellt sich laut Nordenkemper wie folgt dar: Die Maximalbelegung von 40 Plätzen ist seit 2020 erreicht und es existiert eine Warteliste, was berufstätige Eltern betrifft und auch aktuell zugewanderte Kinder, die zur Integration und auch zur Hausaufgabenunterstützung die OGS benötigten. In den Schuljahren 2023/24 bis 2027/28 erwartet die Schulleiterin anhand der vorliegenden Schülerzahlen zweizügige Einschulungsjahrgänge, was den Raumbedarf der OGS weiter erhöhen werde. Aber, so Nordenkemper: „Es entsteht ein Raumproblem, das uns spätestens zum Schuljahr 2024/25 dazu veranlassen wird, einen von der OGS genutzten Bewegungsraum wieder als Klassenraum aktivieren zu müssen, wodurch die Raumnot in der OGS noch größer wird.“

Weiter heißt es in ihrem Schreiben an die Verwaltung: „Unsere OGS ist seit Jahren – wie bekannt und ausführlich beschrieben – zu klein. Leider ist noch nicht absehbar, wann der Beschluss der Bundesregierung umgesetzt wird. Es ist dringend eine Zwischenlösung erforderlich, die uns wieder pädagogisch qualitativ arbeiten lässt und uns nicht zu einer reinen Kinderverwahrung nötigt.“

Ihre dringenden Bitte an Politik und Verwaltung: „Leiten sie alles Notwendige in die Wege, damit die Grundschule Kattenvenne ihren Konzepten gerecht werden und ihre qualifizierte Arbeit fortsetzen kann.“

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