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Schnelles Breitbandnetz vor Bau

Richtfunk und Glasfaser

Lienen/Kattenvenne

Funk und Glasfaser. Mit dieser Kombination will die Teutel, eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Lengerich (SWL), den Breitbandausbau in der Gemeinde Lienen forcieren.

Wilhelm Schmitte

Für Gunnar Gühlstorf hat Lienen zum ersten Mal die Chance, eine flächendeckende Breitbandversorgung für schnelles Internet und andere Dienste zu erhalten. Foto: Wilhelm Schmitte

Das Unternehmen nimmt eine Menge Geld in die Hand. Bevor der erste Bagger anrückt, muss bis zum 15. Juli eine Mindestanschlussquote erreicht sein: Jeweils 25 Prozent in den Ortskernen Lienen und Kattenvenne sowie 50 Prozent in den Außenbereichen.

„Für Lienen bietet sich die Chance, flächendeckend eine Breitbandversorgung aufzubauen“, weist Gunnar Gühlstorf auf die Vorteile einer guten Netzinfrastruktur hin. Der SWL-Geschäftsbereichsleiter: „Das geht ganz schnell.“ Das Lienener Verfahren will die Teutel später auch in Lengerich, Ladbergen und Tecklenburg anbieten.

Glasfaser: Entsprechende Kabel kommen in Lienen und Kattenvenne in den Boden und später direkt ins Haus. Gühlstorf: „Die kennen keine Kapazitätsgrenzen.“ Ältere – und damit langsamere – Kupferkabel packt der Versorger nicht an. Damit Vorgärten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, sind Erdraketen im Einsatz. Ein Aufreißen von Pflasterflächen und Blumenbeeten ist meist nicht erforderlich.

In den Außenbereichen ist Richtfunk das adäquate Mittel. Ein 25 Meter hoher Funkmast befindet sich am Hallenfreibad und wird später durch eine 40 Meter hohe Spargelstange ersetzt. In Kattenvenne ist ein weiterer Mast geplant. Sie sind direkt ans Glasfaserkabel angeschlossen. An den Häusern in den weitläufigen Bauerschaften empfangen auf dem Dach tellergroße Antennen das Signal und speisen es direkt ins Heimnetz ein.

Holperdorp und das Gebiet des Teutoburger Waldes ist zunächst noch außen vor. Dort wäre ein dritter Mast nötig.

Funk („Das ist für uns nur eine Zwischenlösung“) sieht der 38-Jährige zehn bis 15 Jahre im Einsatz. Nach und nach wird diese Technik durch das Glasfaserkabel ersetzt. Hohe Datenraten von mehr als 50 Megabit pro Sekunde (MBits/s) sind möglich. Richtfunkstrecken können sehr schnell in Betrieb genommen werden. Hohe Verfügbarkeit (99,9 Prozent) und geringe Strahlenbelastung seien weitere Vorteile.

Je nach gebuchter Leistung bewegen sich bei Privatkunden die monatlichen Gebühren zwischen 39,50 und 89,50 Euro. Spezielle Angebote gibt es für Geschäftskunden.

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