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Biotonnen werden kontrolliert

Sortier-Muffel erwartet Ärger

Lienen

Dieses Bild werden die Lienener Bürger demnächst häufiger sehen: emsige Kontrolleure, die einen Blick in die Biotonnen werfen. Wer nicht richtig befüllt hat, bekommt eine Verwarnung in Form eines gelben Aufklebers. Wer wiederholt falsch sortiert hat, bekommt einen roten Aufkleber. Das bedeutet, dass die Tonne nicht geleert wird.

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Meistens reicht ein kurzer Blick, um zu erkennen, wie genau es der Nutzer mit dem Müllsortieren und dem korrekten Befüllen der Biotonne nimmt. Foto: Gunnar A. Pier

Der Wiederholungstäter muss also seine Biotonne erst einmal nachsortieren, damit sie wieder geleert wird. Ganz üble Biotonnen-Verschmutzer bekommen auch schon bei der ersten Kontrolle die rote Karte gezeigt. Darauf weist die Gemeinde in einer Pressemittelung in.

Warum muss das sein? Die Lienener Bioabfälle werden im Kompostierwerk der kreiseigenen Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (egst) in Saerbeck verwertet. Daraus entsteht wertvoller Kompost, der als Dünger auf die Äcker aufgebracht wird. Alle nicht kompostierbaren Abfälle, die in der Biotonne landen, müssen aufwendig aussortiert und entsorgt werden. Diese Kosten tragen alle Bürger über ihre Müllgebühren, auch diejenigen, die ihren Bioabfall richtig sortieren, heißt es in der Mitteilung weiter. Jährlich rund 5000 Tonnen, immerhin fast zehn Prozent des eingesammelten Bioabfalls, müssen am Kompostwerk Saerbeck als Restabfall aussortiert werden.

Als Nebenprodukt der Kompostierung entsteht zudem Ökostrom für rund 2000 Haushalte. Der Erlös aus dem Stromverkauf mindert die Abfallgebühren für alle Bürger des Kreises. Um dauerhaft die hohe Qualität des Komposts zu sichern, sind nun die Biotonnen-Kontrolleure unterwegs. Die vier Frauen und Männer sind Mitarbeiter der EGST, aber im Auftrag der Gemeinde unterwegs. In Lengerich laufen diese Kontrollen bereits.

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