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Drei Züchter beim Championat

Stehlen sie allen die Schau?

Lienen

Wenn am Wochenende Deutschlands schönstes Fohlen gekürt werden, mischen beim Championat drei Züchter aus Lienen mit. Gelingt es ihnen, sich an die Spitze zu setzen?

Anke Fleddermann-Ratz

Springblut mit Bewegung aus dem Stall Ende: Hengstfohlen von Collincor – Christoph Columbus – Pablo Foto: Anke Fleddermann-Ratz

Für das Gipfeltreffen des besten deutschen Pferdenachwuchses, dem Finale Deutsches Fohlenchampionat, vom 15. bis 17. Juli ist auf der Vereinsanlage des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Lienen in Westerbeck alles vorbereitet. Der Veranstalter freut sich über eine mittlerweile europäische Beteiligung an den Finaltagen. Umso interessanter die Tatsache, dass sich gleich vier Fohlen aus drei Lienener Zuchtstätten für dieses finale Schaulaufen der schönsten und besten Fohlen Deutschlands qualifiziert haben.

Idyllische Kinderstube: In Dorfbauer, im Stall von Helga und Manfred Ende, erblickte der kecke „Carl“ am 13. Mai 2016 das Licht der Welt. Das passionierte Züchterehepaar vertraut seit vielen Jahren auf Hengste der Station Hubert Vornholt in Münster-Angelmodde. Und so haben sie auch dieses Mal mit dem 2010 geborenen Hengst Collincor (von Captain Fire) der Station Vornholt die richtige Wahl für ihre Stute Cherry Lady (von Christoph Columbus x Pablo) getroffen. Der junge Hoffnungsträger trägt durch seinen Vater Collincor die Athletik und Reflexe des Captain Fire, das unbegrenzte Vermögen von Cornet Obolensky und das Edelblut des Anglo Arabers Monsieur AA in sich.

Verstärkt werden die Springgene mütterlicherseits durch das begehrte Blut des legendären westfälischen Springpferdevererbers Pilot – sowohl seine Mutter Cherry Lady als auch deren Mutter Panowa sind Leistungsstuten Springen, haben sportliche Erfolge bis M- und S vorzuweisen und lassen für „Carl“ und seine sportliche Karriere einiges erhoffen. Neben den Springanlagen kann sich das putzmuntere Fohlen bestens bewegen. „Da können wir nicht ganz viel verkehrt gemacht haben,“ freuen sich Helga und Manfred Ende. Qualifiziert hat sich das Hengstfohlen in Münster-Handorf.

Die „Schwätzler Zwillinge“ vereinen feines Dressurblut in sich. Helga und Ulli Schwätzler, seit 30 Jahren erfolgreich in der Pferdezucht zu Hause, haben durch die richtige Anpaarung Fohlen „geerntet“, die durch großartige Bewegungen und korrektem Typ und Körperbau auffallen. Am 19. April kam im Stall Schwätzler das Hengstfohlen Domingo zur Welt. Es begeisterte das Richtergremium bei der Qualifikation auf dem Hof Kasselman. Mit 93 Punkten vereinte er Höchstnoten auf sich.

Der auf der Hengststation Jill Mieleszko-Vekens in Paderborn wirkende Navignon ist der Vater der Ponyschönheit Nanny, des Stutfohlens, das im Stall von Christel Noltmann-Kröger und Hartwig Gravemeier am 22. April 2016 das Licht der Welt erblickt hat. Mutter Vroni (Van Gogh R – Gamen) brachte bereits mehrere Schausieger, Sportponys, Teilnehmer am Bundeschampionat und gekörte Hengste wie Natango von Nabucco R und dessen Vollbruder Nuno (Siegerfohlen beim Deutschen Fohlenchampionat 2007 und Doppelbundeschampion 2012 und 2013 der Springponys) oder auch Cullerauge von FS Champion de Luxe (Reservesieger der Hengstleistungsprüfung Münster-Handorf 2013) zur Welt – kein Zufall: dieser Mutterstamm ist sehr streng auf Leistung gezogen. Mehrere Staatsprämienstuten, gekörte Hengste und Sportponys in beiden Disziplinen verbürgen sich für die Qualität dieser Familie. Nanny ist eins von vier Fohlen, für die Christel Noltmann-Kröger und Hartwig Gravemeier in diesem Jahr verantwortlich zeichnen.

Nanny hat sich in Münster-Handorf für Lienen qualifiziert und ist für die Westfälische Fohlen-Auktion am 30. Juli angenommen, wird aber noch bis Oktober im heimischen Stall verbleiben.

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