1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lienen
  6. >
  7. Versorgung vor Ort stärken

  8. >

Kommunen beteiligen sich am Projekt „Plattform Gesundheitsregion Münsterland“

Versorgung vor Ort stärken

Lengerich

Gibt es auch in Zukunft im ländlichen Raum genügend Haus- und Fachärzte? Das ist ein der Fragen, denen sich das Projekt „Plattform Gesundheitsregion Münsterland – Kommunale Versorgungskompetenz stärken (KommKom)“ widmet. Mit dabei sind Lengerich und die Nachbarkommunen Ladbergen, Lienen und Tecklenburg.

Michael Baar

Die Städte Lengerich und Tecklenburg sowie die Gemeinden Ladbergen und Lienen bilden eine Modell-Kommune. Zumindest beim Projekt „Plattform Gesundheitsregion Münsterland – Kommunale Versorgungskompetenz stärken (KommKom)“ ist das der Fall. Ziel des am Jahresbeginn aufgesetzten Projekts ist es, neue Lösungsansätze für das Fachkräfteproblem im Gesundheitswesen aufzuzeigen und kommunale Versorgungskompetenzen zu stärken. Finanziell gefördert wird es mit Geld des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Hausarzt- und Facharztversorgung im ländlichen Raum – „bei einer entsprechenden Umfrage sind diese Themen als sehr wichtig eingestuft worden“, berichtet Bürgermeister Wilhelm Möhrke im Haupt- und Finanzausschuss. „Lengerich wirkt in die Region hinein“, sagt er mit Verweis auf die Helios-Klinik und die LWL-Klinik, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Abteilungen des Diakonischen Werks und der Ledder Werkstätten sowie zahlreicher niedergelassener Fach- und Hausärzte, Medizinischem Versorgungszentrum (MVZ), ambulante Pflegedienste und die Rettungswache.

Erster Schritt ist die Erhebung des Ist-Zustands im Rahmen einer Projektarbeit der Fachhochschule Münster. Mit ersten Ergebnissen sei im Sommer nächsten Jahres zu rechnen. Auf der Basis von Bevölkerungsstruktur sowie Altersstruktur bei Haus- und Fachärzten soll die Situation in den nächsten fünf bis zehn Jahren evaluiert werden. Daraus resultiere ein Aufgaben-Portfolio für die Jahre über 2024 hinaus, erläutert er. Positiv wertet Wilhelm Möhrke, dass die FH die Erhebung vornehme. „Die ist nicht interessengesteuert.“

Für die Teilnahme am Projekt ist die Mitgliedschaft im Verein Gesundheitswirtschaft Münsterland erforderlich. Kostenpunkt: 1000 Euro im Jahr, macht umgerechnet jeweils 250 Euro für die vier im Modellprojekt zusammengefassten Kommunen.

Startseite