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Landgericht Münster

Vorwurf des „bandenmäßigen“ Handels mit Drogen

Lienen/Münster

Der Vorwurf gegen einen 35-jährigen Mann aus Lienen wiegt schwer: Gemeinsam mit zwei weiteren Männern aus Münster und Beckum soll er umfangreich und teils „bandenmäßig“ mit Drogen gehandelt haben. Am Freitag begann am Landgericht das entsprechende Strafverfahren.

-klm-

Seit Freitag muss sich ein 35-jähriger Mann aus Lienen vor dem Landgericht in Münster verantworten. Ihm wird teils „bandenmäßiger“ Handel mit Drogen vorgeworfen.

Rund ein halbes Jahr lang sollen drei Männer aus Lienen, Münster und Beckum umfangreich und teils „bandenmäßig“ mit Marihuana, Amphetamin und Kokain Geschäfte gemacht haben. Das wirft ihnen die Staatsanwaltschaft Münster vor. Am Freitag begann am dortigen Landgericht ein Strafverfahren gegen die 35, 38 und 36 Jahre alten Angeklagten.

Speziell der Münsteraner und der Lienener sollen verantwortlich für den illegalen Handel mit Betäubungsmitteln zwischen Oktober vergangenen und März dieses Jahres sein. Ermittler und Justiz gehen davon aus, dass die Männer voranging Zulieferer waren – sie sollen die Drogen an andere Personen verteilt haben, diese hätten sie weiterverkauft.

Der Staatsanwalt nannte in der Anklageschrift Summen, die die Beschuldigten eingenommen haben sollen: rund 84.000 Euro der Lienener, etwa 145.000 Euro der Münsteraner und rund 80.000 Euro der Mann aus Beckum. Der Anklagevertreter kündigte für den Fall, dass ihnen die Taten nachgewiesen würden, an, dass die Beträge im Nachhinein von staatlicher Seite von ihnen eingefordert werden.

Wo und an wen die Drogen übergeben worden sein sollen, war beim Verfahrensauftakt noch nicht maßgeblich. Der Lienener sagte noch nichts dazu, ob er sich dem Gericht gegenüber zur Anklage äußern will. Der Münsteraner indes kündigte dies an. Der Beckumer war direkt geständig. Er sei lediglich in verhältnismäßig geringem Umfang an den kriminellen Geschäften beteiligt gewesen. Er habe zwar Geschäfte „auf eigene Rechnung“ gemacht, erklärte der 36-Jährige, ansonsten habe er mit den beiden anderen Angeklagten aber nichts zu tun gehabt.

Alle Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. Für das Verfahren sind fünf weitere Verhandlungstermine angesetzt. Der nächste findet am 28. September statt.

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