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Förderverein beantragt Unterstützung

Waldorfschule braucht weiter Geld

Lienen

Die Gemeinde Lienen hat die Freie Waldorfschule, die auf ein erfolgreiches erstes Schuljahr zurückblickt, finanziell kräftig unterstützt. Mit einem Schreiben vom 16. Oktober 2016 hat der Förderverein einen Antrag auf weitere Finanzhilfe gestellt. Darüber soll in einer Sitzung des Gemeinderates am Montag 3. April, diskutiert werden.

Sigmar Teuber

Die Freie Waldorfschule in Lienen wird gut angenommen. Zum Erfolg im ersten Jahr haben finanzielle Mittel der Gemeinde Lienen beigetragen. Für die Folgejahre hofft der Förderverein der Einrichtung auf weitere Finanzspritzen. Foto: Waldorfschule

Die Waldorfschule, schreiben die Verantwortlichen, sei in einem guten Zustand. Um weiter den eigenen Ansprüchen und denen der Gesellschaft zu entsprechen, müsse sie aber investieren. Dabei gehe es auch um geeignetes Lehrpersonal. „Trotz staatlicher Kostenbeteiligung muss der Förderverein einen erheblichen Teil aus finanziellen Zuwendungen der Eltern und aus privaten Spenden leisten. Die Schule ist bedacht, jeden Cent mehrfach umzudrehen, ehe er ausgegeben werden darf und kann. Dies ist in vielen Fällen eine große Herausforderung. Daher bittet der Fördervereine, wie in der Vergangenheit schon geschehen, die Gemeinde Lienen um Unterstützung. Hier wäre eine finanzielle Leistung, die einem wesentlichen Teil der Kaltmiete entsprechen würde, eine große Entlastung“, heißt es in dem Schreiben der Schule.

In einer Sitzung vom 29. September 2014 hatte der Lienener Rat beschlossen, der Waldorfschule im Falle der Schulgründung in den Jahren 2015 und 2016 einen Zuschuss von 8000 Euro pro Klasse und Schuljahr zu gewähren. Der Gesamtzuschuss wurde für den Zeitraum auf 20 000 Euro begrenzt. Grundlage für die Berechnung des Zuschusses war zunächst der Bedarf von zwei Klassenräumen mit einer Größe von 60 Quadratmetern. Hierfür wurde zunächst ein Mietpreis auf fünf Euro pro Quadratmeter und für Nebenkosten auf sechs Euro festgelegt, heißt es in einer Beschlussvorlage der Gemeinde. Hieraus sei eine Miete je Klasse und Jahr in Höhe von 7920 Euro und entsprechend ein Zuschuss in Höhe von rund 8000 Euro je Klasse und Jahr und damit ein Gesamtbetrag in Höhe von 32 000 Euro für die ersten beiden Schuljahre 2015/16 und 2016/17 errechnet worden.

„Mit seinem Antrag vom 16. Oktober 2016 beantragt der Förderverein der Freien Waldorfschule Lienen die Weitergewährung des Zuschusses über das Jahr 2016 hinaus“, so die Verwaltung. Für das Schuljahr 2016/17 betrage die tatsächlich vermietete Fläche 494,22 Qua­dratmeter. Das entspreche einer Miete von 2471,10 Euro monatlich beziehungsweise 29 653,20 Euro jährlich zuzüglich der Nebenkosten von einem Euro pro Qua­dratmeter. „Für das Schuljahr 2017/18 ist die Anmietung weiterer Flächen zu erwarten, da ab diesem Schuljahr zusätzlich zur Primarstufe der Klassen eins bis vier die Klasse fünf eingerichtet wird.“

Sollte der Rat dem Förderverein der Waldorfschule für das Schuljahr 2017/2018 einen erneuten Zuschuss gewähren, würde dies im Ergebnisplan zu einer Verschlechterung des Ergebnisses in Höhe des Zuschusses führen, heißt es im Beschlussvorschlag an den Rat weiter. Werde der Zuschuss seitens der Kommunalaufsicht des Kreises Steinfurt als freiwillige Leistung gesehen, müsse „eine vollständige Kompensation durch Einsparungen bei anderen freiwilligen Leistungen erfolgen“.

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