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Die siebenjährige Marie Schwermann hat was gegen Flaschen am Wegesrand

Wenn der Jägermeister nervt

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Als die siebenjährige Marie Schwermann kürzlich gut gelaunt mit ihrem Vater einen kleinen Spaziergang machte, trafen die beiden unterwegs auf viele Flaschen, die offensichtlich achtlos in die Grünanlagen geworfen worden waren. Sie machten sich erneut auf den Weg, um Dutzende von Flaschen einzusammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen.

-msc-

Marie Schwermann hat was gegen Umweltverschmutzung. Fleißig sammelte die Siebenjährige Dutzende Flaschen ein und brachte sie zum Glascontainer. Foto: privat

Als die siebenjährige Marie Schwermann kürzlich gut gelaunt mit ihrem Vater einen kleinen Spaziergang machte, trafen die beiden unterwegs auf viele Flaschen, die offensichtlich achtlos in die Grünanlagen geworfen worden waren. Auf einer Strecke von nicht einmal 500 Metern fanden sich Wodka-, Wein-, und vor allem Jägermeister-Flaschen.

Der Anblick warf bei dem Mädchen Fragen auf: Ob das normal sei und ob alle Menschen das dürften, wollte die Zweitklässlerin wissen. Und ob die Flaschen irgendwann anwachsen würden und daraus dann neue Baby-Flaschen entstehen.

„Das wäre schön“, meinte ihr Vater. Doch leider musste er seiner Tochter sagen, dass dem nicht so ist und aus Müll in der Landschaft allenfalls Schaden für die Natur und die Tiere entstehen kann. Das leuchtete der Zweitklässlerin ein: „Die Tiere können sich verletzen, wenn sie in eine Scherbe treten, und dann müssen sie zum Tierarzt.“

Zu Hause wieder angekommen, beschlossen beide, nochmals loszuziehen und die Flaschen einzusammeln. Gesagt, getan. Auf der kurzen Strecke füllte sich ihr Eimer schnell. Dabei war es nur der Fußweg am Stutenpatt und entlang des Ölmühlenbaches.

„Leider war das nicht das erste Mal. Am Ende des Sommers kam schon einmal soviel Glas zusammen. Wir haben großes Verständnis dafür, wenn jemand so durstig ist, doch ist es eine Schande, die Flaschen danach so achtlos zu entsorgen“, wünscht sich Klaus Schwermann etwas mehr Umweltbewusstsein von den durstigen Zeitgenossen. Ob es immer Hochprozentiger sein müsse, um im öffentlichen Raum die Kehle zu schmieren, sei auch mal dahingestellt.

Marie hat die Flaschen übrigens einem Glascontainer anvertraut, wodurch jetzt eine fachgerechte Entsorgung garantiert ist.

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