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Ausschuss diskutiert Satzungsentwurf zur künftigen Nutzung

Wer darf was im Haus des Gastes?

Lienen

Wer darf das Haus des Gastes wann und wie nutzen? Darüber gab es bislang keinen Streit, aber explizit geregelt war das auch nicht. Die Verwaltung hat auf Antrag der FDP dazu jetzt einen Satzungsentwurf mit klaren Regeln ausgearbeitet, den Anja Schmidt von der Tourist-Information am Dienstag im Ausschuss für Touristik vorgestellt hat.

ichael Schwakenberg

Nutzungen durch die Gemeinde, wie zum Beispiel Ratssitzungen (unten rechts), sollen auch künftig Vorrang haben, wenn es um die Belegung des Haus‘ des Gastes geht. Foto: msc/ws/nd

Wer darf das Haus des Gastes wann und wie nutzen? Darüber gab es bislang keinen Streit, aber explizit geregelt war das auch nicht. Die Verwaltung hat auf Antrag der FDP dazu jetzt einen Satzungsentwurf mit klaren Regeln ausgearbeitet, den Anja Schmidt von der Tourist-Information am Dienstag im Ausschuss für Touristik vorgestellt hat.

In dem schmucken Fachwerkbau unweit von Barfußpark und Dorfteich, der sich im Eigentum der Gemeinde befindet, sind die Bücherei und die Tourist-Information untergebracht. Außerdem finden dort regelmäßig Ausschuss- und Ratssitzungen statt, die laut Satzung ebenso wie Fraktionssitzungen und standesamtliche Trauungen immer Vorrang vor anderen Veranstaltungen haben sollen.

In einer nichtöffentlichen Informationsveranstaltung hatten die Fraktionen dem Satzungsentwurf mit einigen Ergänzungen und redaktionelle Änderungen im Großen und Ganzen bereits zugestimmt. Ein Knackpunkt war aber, in welchem Umfang die Fraktionen das Haus künftig nutzen dürfen sollen. Nur vor Ausschuss- und Ratssitzungen oder immer bei Bedarf?

Weitere zugelassene Nutzer sollen auch künftig Schulen und Kindergärten aus der Gemeinde Lienen sein, Behörden und Institutionen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit, Vereine und Verbände sowie Gruppen, die nicht im Vereinsregister eingetragen sind, und kirchliche Gruppen aus Lienen; außerdem die im Gemeinderat vertretenen Parteien, ortsansässige Unternehmen sowie Künstler und Kulturschaffende.

Was die Art der Nutzung betrifft, stellt die Verwaltung in ihrem Entwurf auch klare Regeln auf. Zugelassen sind demnach öffentliche kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Theater Puppenbühnen und Ausstellungen; (Verkaufs-)Ausstellungen im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie der Kirmes, dem Sonnenblumenmarkt oder dem Weihnachtsmarkt; Veranstaltungen der Vereine und Verbände inklusive Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen; Fraktionssitzungen und Mitgliederversammlungen der Parteien; öffentliche Vorträge, die durch Unternehmen organisiert werden; Kurse der Musikschule Tecklenburger Land, der Integrativen Kunst- und Musikschule und der Volkshochschule Lengerich sowie ortsansässiger Künstler.

Kontrovers wurde im Ausschuss diskutiert, ob Chöre die Möglichkeit bekommen sollten, dort zu proben. Das Problem: Sollten die Probentermine mit gemeindlichen Veranstaltungen oder Terminen der Parteien kollidieren, dann haben die Chöre immer das Nachsehen, müssen sich also nach Alternativen umschauen. Ein Vorschlag war, Chöre deshalb dort nur ausnahmsweise proben zu lassen.

Auf Bitte von Anja Schmidt schaltete sich auch Alexia Finkeldei vom Tecklenburger Land Tourismus in die Debatte ein und berichtete von ihren Erfahrungen – unter ander mit dem Kulturhaus in Tecklenburg. Sie gab zu bedenken: „Das läuft auf eine 450-Euro-Hausmeisterstelle hinaus.“

Schmidt hatte zuvor erläutert, wie viel Arbeit die Verwaltung jedes Mal damit hat, das Haus für unterschiedliche Veranstaltungen vorzubereiten. Insbesondere Tische- und Stühlerücken koste viel Zeit. Ein weiterer Punkt, der nicht abschließend geklärt wurde: Für welche Gruppe soll die Nutzung des Hauses wieviel Geld kosten?

Die offenen Fragen sollen jetzt fraktionsintern beraten und bei der Hauptausschusssitzung am 14. Juni zur Abstimmung gestellt werden.

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