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Warum Jung-Kuh Gänseblümchen bei den Western Days NRW eine wichtige Rolle spielt

Wie aus Mist Geld wird

Lienen-kattenvenne

Die Western Days NRW haben am Wochenende Station in Kattenvenne gemacht. Der Reiterhof BOG Oak Stable von Florian Schmitz war Gastgeber für die von Tom Büchel initiierte Veranstaltung. Dieser führte durch das abwechslungsreiche Programm, das bei den zahlreichen Zuschauern großen Anklang fand.

Birga Jelinek

Florian Schmitz vom Reiterhof BOG Oak Stable präsentierte die hohe Kunst des Reitens. Foto: Birga Jelinek

Trainer zeigten in unterhaltsamen und informativen Vorführungen, was professionelle Reitkunst ausmacht. Bog-Oak-Stable-Betreiber Schmitz ermöglichte mit seinem Deckhengst Great Jac einen Einblick in seine Arbeit. In einem Basistraining stellte er die sogenannte Hackamore vor, eine Zäumungsvariante, die typisch für die altkalifornische Reitweise ist. Seine faire und ruhige Art im Umgang mit Pferden hat ein zufrieden und engagiert mitarbeitendes Tier zur Folge. Dies bestaunten die Zuschauer, die bei den Western Days eine Menge Impulse sammeln konnten.

Inspiration fanden sie auch bei Erich Busch (Westernreitzentrum Lippe), Sandra Schneider (bekannt aus der Vox-Sendung „Die Pferdeprofis“), Ernst Peter Frey (Spanish Californio, altkalifornische Reitkunst), Alex Stocks (Trainerin Horsemanship und Sitzschulung), Christina Balschun & Kerstin Averwald (Erste Westernreiter Union), Andreas Winkelhahn (Geschäft AW Bits & Spurs) und Anne Kampf (Nachwuchstrainerin). Die Experten präsentierten nicht nur ihr Können, sondern stellten sich auch den Fragen des interessierten Publikums.

Tipps und Tricks für den richtigen Sitz im Sattel konnte man sich in der Präsentation von Alex Stocks abgucken. Die Zuschauer erlebten, wie eine Reiterin unter der Anleitung der Trainerin eine bessere Balance und Haltung erlangte. Dadurch verbesserte sich das Pferd-Reiter-Team, der Vierbeiner konnte dadurch noch flüssiger nach vorne gehen.

Viel Aufmerksamkeit fand die Vorstellung der Arbeit im sogenannten Trail. Dabei wurde die Geschicklichkeit von Pferd und Reiter an Hindernissen demonstriert. Tore mussten geöffnet, Brücken überwunden und Slalom-Wege durchlaufen werden. Dies Aufgabe erfordert feine und präzise Reiterhilfen und ein aufmerksames Pferd. Reiten in Harmonie mit dem Tier – das wünschen sich viele Besitzer. Die nötigen Zutaten und Bausteine dafür konnten sie während der Western Days finden.

Neben den Vorführungen sorgten Aussteller für ein durchweg informatives Wochenende rund um das Training und die Gesunderhaltung von Pferd und Reiter. Von Sätteln über Hüte bis hin zu Trail-Equipment gab es vieles, das das Western-Herz höher schlagen lässt.

Auch die physiotherapeutische Behandlung von Pferd und Reiter spielt dabei eine Rolle. Beide müssen körperlich erst einmal in der Lage sein, die Trainingsimpulse umzusetzen. Dabei hilft Ricarda Schräder. Sie verdeutlicht in ihrer Arbeit, wie ein schiefer Reiter sein Pferd beeinflusst und umgekehrt.

Für die kleinen Gäste hatte Karen Gutschank (Ponyspuren) einen Bewegungs-Parcours aufgebaut. Sie lud die Kinder ein, sich körperlich auszuprobieren und ihr Wissen rund ums Pferd unter Beweis zu stellen.

Am Ende des Tages ging es dann schließlich nicht ums Pferd, sondern um die Kuh. Es konnte darauf gewettet werden, wo Jung-Kuh Gänseblümchen auf dem Feld ihren Fladen fallen lässt. So wurde mit Kuh-Mist Geld für die gute Sache gemacht – denn alle Einnahmen aus dem „Kuh-Kack-Bingo“ kommen der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) des Klinikums St. Georg zu Gute. Nach fünf Minuten war es so weit: Gänseblümchen machte ihren Haufen auf das Feld von Kristina, die sich über eine handgefertigte Putzbox mit Equipment sowie einen Trainingsgutschein freute.

„Es war eine gelungene Veranstaltung mit tollen Vorführungen“, fasste Florian Schmitz die Western Days zusammen. Worte, die der Veranstaltung voll gerecht wurden. Die Gäste der Bog Oak Stables zeigten sich durchweg begeistert von der Stimmung auf dem Hof. Das herzliche Willkommen am Eingang, die liebevolle Gestaltung der Anlage, die pferdegerechte Unterbringung und der ruhige, freundliche Umgangston sorgten dafür, dass sich alle Gäste, ob mit zwei oder vier Beinen, ausgesprochen wohl fühlten.

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