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Millionenschwere Aufgabe: Ausschuss berät am Montag über drei Varianten

Wohin mit dem Abwasser?

Lienen/Kattenvenne

Die Gemeinde hat eine millionenschwere Aufgabe vor der Brust: die schrittweise Sanierung des Abwassersystems. Dazu braucht es allerdings ein „Konzept über die künftige Ausrichtung der Abwasserreinigung und -beseitigung“, über das am Montag, 17. August, ab 18 Uhr der Planungs- und Bauausschuss bei seiner Sitzung in der Aula der Waldorfschule berät.

Michael Schwakenberg

Bislang wird das Schmutzwasser aus Lienen und Kattenvenne auf verschiedenen Wegen abgeleitet und gereinigt. Eine Variante der Neuausrichtung sieht den Neubau der Kläranlage in Kattenvenne vor. Foto: dpa

Die Beseitigung beziehungsweise Reinigung der Abwässer erfolgt für die Ortslage Lienen derzeit über eine Druckrohrleitung nach Lengerich, für Kattenvenne über die dortige Kläranlage sowie für einige Streusiedlungen über die Klärteichanlage Höster Mark. Ansonsten erfolgt die Abwasserbeseitigung über dezentrale Kleinkläranlagen.

Laut Sachdarstellung der Verwaltung besteht an der Kläranlage Kattenvenne und der Teichanlage Höster Mark „erheblicher Sanierungsbedarf“. Auch der Betrieb und die Wartung der Druckrohrleitung sind demnach aufgrund ihres Alters und der Art der baulichen Ausführung „problematisch“. Angesichts „des zu erwartenden, umfangreichen Investitionsvolumens“ wurde die Emscher Wassertechnik GmbH beauftragt, den derzeitigen Stand der Abwasserbeseitigung unter Einbeziehung möglicher Alternativen zu untersuchen, heißt es weiter. Drei Szenarien wurden beleuchtet:

  • 1. Ertüchtigung/Sanierung der Druckrohrleitung von Lienen nach Lengerich; Stilllegung der Kläranlage Kattenvenne und Errichtung einer weiteren Druckrohrleitung nach Lengerich
  • 2. Ertüchtigung/Sanierung der Druckrohrleitung von Lienen nach Lengerich; Ertüchtigung/Sanierung der Kläranlage Kattenvenne
  • 3. Außerbetriebnahme der Druckrohrleitung von Lienen nach Lengerich; Neubau einer Druckrohrleitung von Lienen nach Kattenvenne und Neubau der Kläranlage Kattenvenne.     Das Ergebnis der Konzeptstudie unter Berücksichtigung der jeweiligen Investitions-und Betriebskosten wird ein Vertreter der Emscher Wassertechnik während der Sitzung präsentieren.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt ist das Projekt „Quartierskonzept Zentrumsachse“. Die erste Phase der Konzepterstellung ist nach erfolgter Online-Beteiligung bereits abgeschlossen. Die Ergebnisse werden ebenfalls in der öffentlichen Sitzung präsentiert. Auch die vorgenommene Betrachtung der öffentlichen Gebäude Haus des Gastes, Waldorfschule und Gemeindeverwaltung wird dabei thematisiert. Aus dem Konzept heraus ergeben sich Sanierungsmaßnahmen, die im zweiten Abschnitt, ebenfalls über das entsprechende KfW-Programm, bezuschusst werden können.

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