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Carsharing beim Sozialseminar

Zehn Teilnehmer sind das Minimum

Lienen

Steht das eigene Auto manchmal tagelang nur in der Garage, sodass sich die Unterhaltung nicht mehr lohnt? Kann vielleicht ganz darauf verzichtet werden? Oder wird doch für die eine oder andere Tour ein fahrbarer Untersatz benötigt? Das waren Fragen, mit denen sich die Besucher des Sozialseminars am Dienstag beschäftigten.

Anne Reinker

Auf Einladung von Dr. Anja Oetmann-Mennen vom Sozialseminar informierte Sylvia Niedziella (rechts) über die Idee von „Teilautos“ aus Beckum. Foto: Anne Reinker

Informationen zum Carsharing, also der zeitweiligen Nutzung eines Autos, das man sich mit anderen teilt, bot Sylvia Niedziella vom Beckumer Anbieter „Teilautos“. Trotz der Hitze kamen knapp 30 Interessierte in das evangelische Gemeindehaus. Ein Zeichen für die Referentin, dass das Thema „spannend ist“, wie auch Gastgeberin Dr. Anja Oetmann-Mennen befand. Mit Bus und Bahn sei man in Lienen nicht flexibel genug. Das sei einer der Gründe gewesen, das Thema in die Veranstaltungsreihe aufzunehmen.

Um das Carsharing wortwörtlich ins Rollen zu bringen, seien allein aus wirtschaftlichen Gründen mindestens zehn Teilnehmer pro Fahrzeug notwendig. Partner der Anbieter seien oftmals Städte und Gemeinden, bei der Firma „Teilautos“ machen bisher acht Kommunen mit neun Standorten mit.

Niedziella rechnete vor, dass Autofahrer, die im Besitz eines Durchschnittsautos sind, ihre monatlichen Fixkosten um die Hälfte senken können, wenn sie dieses abschaffen und beim Car-sharing mitmachen. Einer Registrierung folge die Wahl des Tarifes, in dem der Monats-, Kilometer- und Stundenpreis aufgeführt sind. Die Buchungszeit sei kurzfristig verlänger- oder kürzbar. Der Zugang zum Fahrzeug funktioniert über das Smartphone.

Geeignet sei das Modell für jeden, der einen Führerschein hat und (nur) gelegentlich einen fahrbaren Untersatz benötigt. „Für Pendler, die jeden Tag zur Arbeit fahren müssen, ist das nichts“, erklärte Niedziella. Eher dagegen für die Erledigung von Einkäufen, für Arztbesuche, ebenfalls aber für mehrwöchige Nutzungen. Auch für Vereine und Firmen könne die Teilhabe interessant sein.

Etliche Fragen hatten die Besucher nach der Projektvorstellung. Bis zu welcher Entfernung zum Standort des Fahrzeuges sei die Beteiligung attraktiv, so eine Anfrage. Das sei erfahrungsgemäß bis zu einem Kilometer zum Wohnhaus der Fall, sagte Sylvia Niedziella. Das war einigen Anwesenden aber schon zu weit.

Dass die Referentin keine Statistiken zu dem Projekt in den bereits mitmachenden Gemeinden im Gepäck hatte, wurde bedauert. Als attraktiv bewerteten einige der Besucher die Möglichkeit, sich generell auch mit dem eigenen Fahrzeug in das Projekt einzubringen und Fahrgemeinschaften anzubieten.

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