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Stadtradeln in Lotte: Erfolgsbilanz verdoppelt

Anderthalbmal um den Äquator

Lotte

„Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz“, freute sich Lottes Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay jetzt bei der vorläufigen Bilanz der diesjährigen Stadtradeln-Aktion. Zum dritten Mal in Folge konnte die Zahl der Teilnehmer gesteigert werden. Und nicht nur das: Dieses Jahr legten doppelt so viele Teilnehmer doppelt so viele Kilometer mit dem Drahtesel statt mit dem Auto zurück.

Angelika Hitzke

Mit von der Partie, aber nicht an vorderster Front: Lottes Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay fährt immerhin täglich mit dem E-Bike zur Arbeit und zurück. Foto: Angelika Hitzke

Denn darum geht es bei der bundesweiten Aktion, an der sich dieses Jahr zu unterschiedlichen Terminen bisher 1048 registrierte Kommunen beteiligten: möglichst viele Kilometer im Alltag mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückzulegen, um Kohlendioxid zu sparen. In Lotte lief die Aktion Stadtradeln, bei der die Teilnehmer die zurückgelegten Fahrradkilometer täglich dokumentieren, vom 30. Mai bis zum 19. Juni. Vorläufig ist die Bilanz deshalb, weil noch eine Woche lang die bis zum 19. Juni erradelten Kilometer nachgetragen werden können.

Doch schon die Ergebnisse vom Morgen des 19. Juni übertreffen die der vergangenen zwei Jahre bei Weitem. „Im Vergleich zu 2018 hatten wir doppelt so viele Teilnehmer, doppelt so viele Teams, doppelt so viele Kilometer“, strahlte Nikolay. Und das bedeutet auch eine doppelt so hohe Einsparung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes: 8513 Kilogramm oder 8,5 Tonnen C02-Einsparung kamen diesmal zusammen.

„Bis heute Morgen hatten wie 238 aktive Radler und Radlerinnen, davon 16 Teilnehmer aus der Gemeindeverwaltung“, berichtete Nikolay am Mittwoch. Lediglich die Zahl der aktiv teilnehmenden Kommunalpolitiker ging leicht zurück: Vergangenes Jahr waren es zwölf, diesmal nur acht, die sich auf Fahrräder schwangen. Immerhin haben die Lotter Stadtradler dieses Jahr geschafft, was sie die beiden anderen Male nur anvisiert hatten: „Wir haben den Äquator 1,5-mal umrundet“, verkündete der Klimaschutzmanager stolz.

Die Teams aus dem Vorjahr waren nach seinen Worten „bis auf ein oder zwei“ alle wieder dabei. Dazu kamen etliche neue Teams, die sich zum Teil fantasievolle Namen gaben, wie etwa das „Team Bürener Schweiz“, der „Radelclub poröses Gummi“ oder die „Wersen City Girls on Bike“.

Zum ersten Mal mitgemacht haben auch drei sechste Klassen der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln. „Auch wer hier zur Schule geht oder in der Gemeinde arbeitet, darf teilnehmen“, erklärte Nikolay. 80 bis 90 Prozent der Teilnehmer kamen aber aus Lotte.

Neu sei in diesem Jahr, dass sich kreisweit 14 Kommunen zeitgleich am Stadtradeln beteiligten. Unter diesen 14 Kommunen habe Lotte in Relation zur Einwohnerzahl mit 4,2 Radelkilometern pro Kopf vom Baby bis zum Greis den vierten Platz im Kreis Steinfurt und den 44. Platz deutschlandweit (von 1048 registrierten Teilnehmerkommunen) erreicht.

Das Engagement der Teilnehmer soll belohnt werden. Dafür haben die lokale Gastronomie und Unterstützer wie die Sportfreunde Lotte, Blumen Flaucher oder Schreibwaren Köhler Preise zur Verfügung gestellt. Jeder Teilnehmer erhalte darüber hinaus einen Trostpreis von der Gemeinde Lotte, sagte Nikolay und präsentierte einen reiß- und wetterfesten Einkaufsbeutel aus recycelten PET-Flaschen.

Der Kreis beteiligte sich auch mit einer Stempelaktion in Gastronomiebetrieben. Wer mit dem Rad unterwegs war und dort einkehrte, konnte sich eine Karte abstempeln lassen. Wer die meisten Stempel hat, bekommt also auch einen Preis vom Kreis Steinfurt.

Bis zur Siegerehrung und Preisverleihung können aber noch Radelkilometer dazukommen und vielleicht auch die Platzierungen noch beeinflussen.

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