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Silbermedaille für Lotte

Klimaschutz-TÜV bestanden

Lotte

Die Gemeinde Lotte hat die ganztägige Prüfung durch den Klimaschutz-TÜV bestanden und wurde mit der Silbermedaille zertifiziert. Das teilte Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz mit.

Angelika Hitzke

Ein Teil des Lotter Klimaschutz-Teams mit dem externen Auditor (von links): Servicebetriebsleiter Hans-Georg Kunkemöller, Helene Püllen vom Beratungsbüro Gertec; Bauamtsleiterin Astrid Hickmann, Kämmerer Jörg Risse, Prüfer Peter Nathan vom TÜV Rheinland und Umweltbeuaftragte Ursula Wilm-Chemnitz. Foto: Edith ten Thoren

Die Gemeinde Lotte hat die ganztägige Prüfung durch den Klimaschutz-TÜV bestanden und wurde mit der Silbermedaille zertifiziert. Das teilte Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz jetzt im Verkehrs- und Umweltausschuss mit.

Erstmals habe im Rathaus ein ganztägiges externes Audit für die Erteilung des European Energy Award (Englisch für Europäische Energie-Auszeichnung, kurz EEA) stattgefunden, berichtete Wilm-Chemnitz.

Sie könne die „erfreuliche Mitteilung“ machen, dass die Gemeinde die Klimaschutz-Prüfung bestanden habe und jetzt „silber zertifiziert“ sei. Das Team aus der Verwaltung habe sich in Sachen Energieeinsparung „sehr gut geschlagen“.

Von den eingereichten 56 Prozent Umsetzungsgrad wurden 54,8 Prozent anerkannt. Die Gemeinde reihe sich damit nach nur dreijähriger Teilnahme ein in den Kreis der zertifizierten EEA-Kommunen in NRW, zu denen im Nahbereich unter anderem auch Westerkappeln und Lengerich gehören.

Der Prüfer Peter Nathan sei einer der vom TÜV Rheinland zertifizierten EEA-Auditoren. Er habe das EEA-Konzept mitentwickelt und war in seiner aktiven beruflichen Laufbahn TÜV-Prüfer für verschiedene technische Großanlagen.

Vom Team der Gemeindeverwaltung nahmen neben Wilm-Chemnitz selbst Jörg Risse, Astrid Hickmann, Edith ten Thoren, Hans-Georg Kunkemöller und Stefan Litke an der Prüfung teil; Joana Watermeyer und Jörg Stork waren verhindert.

Geprüft worden sei, inwieweit die Gemeinde in den letzten drei Jahren klimaschutzrelevante Maßnahmen in sechs verschiedenen Handlungsfeldern bereits konkret umgesetzt hat. „Nicht in die Bewertung ein gingen dagegen Umwelt- und Energieaktivitäten aus der Vergangenheit, sofern sie nicht in den Bewertungszeitraum hineinwirken.“ Auch Planungen und Absichten für die Zukunft seien nicht gewertet worden.

Der Wert von rund 55 Prozent bedeute, dass die Gemeinde 55 Prozent aller derzeit möglichen Klimaschutzmaßnahmen bereits umgesetzt habe. Dazu gehörten unter anderem die beschlossenen und umgesetzten Fotovoltaikanlagen, die Gründung eigener Stadtwerke, der Beschluss, einen Klimaschutzmanager einzustellen, der Bau von Bürgerradwegen, die Energie- und Wasserverbräuche der Liegenschaften sowie des Abwasserbetriebes sowie der Anteil regenerativer Energien.

Die Beratung über weitere Umsetzungsmöglichkeiten und wie man es vielleicht schaffe, „Gold“ zu holen, sei ein schönes Thema für die Juni-Sitzung, meinte Lottes Umweltbeauftragte. Ausdrückliches Lob zollte ihr Hermann Brandebusemeyer (SPD): „Schön, dass wir das erreicht haben!“

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