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Wettbewerb „Mobile Robotics“

Mit eigenem Roboter zum Sieg

Lotte/Osnabrück

Mit La-Ola-Welle, Applaus und geschwenkten Deutschlandfahnen wurden am Dienstagmittag Sören Ellerbrake und Christoph Berling vorm Bürener Unternehmen Honeywell Kromschröder empfangen. Aus gutem Grund: Die beiden Auszubildenden sind seit Samstag Europameister und Goldmedaillengewinner in der Disziplin „Mobile Robotics“.

Ursula Holtgrewe

Stolz auf den Goldmedaillengewinn sind Ulrich Clasemann, Christoph Berling, Steffen Ellerbrake, Sören Haak und Thomas Kaup (von links). Foto: Ursula Holtgrewe

Die Europameister waren sichtlich überrascht vom herzlichen Empfang bei der Rückkunft aus dem schwedischen Göteborg. „Ihr seid für uns ein Aushängeschild. Euer Erfolg kann uns in dem Honeywell-Verbund sehr helfen“, freute sich Betriebsleiter Ulrich Clasemann über den Erfolg.

Er leitet einen Betrieb mit hohen Ausbildungsstandards und hatte in diesem Jahr bereits schon einmal die Freude, diesmal einer Gewinnerin, zu gratulieren: Franziska Möggenried wurde im Bereich Fertigung niedersächsische Landessiegerin.

Lachend standen nun der Pyer Ellerbrake und Berling aus Schinkel vor der Gruppe. Einige von diesen gehören zu den Vätern und Müttern des Erfolges. Ganz allein wären Berling, der seit August im zweiten Lehrjahr ist, und Ellerbrake im dritten Lehrjahr, nämlich nicht so erfolgreich gewesen.

Die Rahmenvorgaben erfüllten die beiden Mechatroniker im Unternehmen mit Unterstützung von Kollegen der Sparte Zerspanungs- und Industriemechanik. In nur drei Monaten waren sie so weit, auch dank der Kollegen sowie der Hilfe der Ausbildungsleiter Thomas Kaup und Sören Haak. Haak begleitete sie während der „euroskills“ in der schwedischen Hauptstadt.

Es galt, zusätzlich zu zwei Berufsschultagen einen Roboter mit CAD-Software zu konzipieren und anschließend zu bauen. Er musste so programmiert werden, dass er durch vorgegebene Gangbreiten per Joystick gelenkt und Filmaufnahmen an den PC schicken konnte.

Gleiche Bedingungen fanden sieben weitere europäische Duos vor. Sie vertraten sieben unterschiedliche Länder. Gäste waren Teilnehmer aus Kanada, Indien und den Arabischen Emiraten.

„Erst in Göteborg wurde mitgeteilt, welcher Art Gegenstand – es war eine Christbaumkugel – der Roboter aufnehmen und durch das von oben nicht einsehbare Labyrinth nach draußen bringen musste. Es war schon schwer genug, den Roboter durch dunkle Gänge zu lenken und den Gegenstand zu finden. Es war unser Glück, dass eine Hochleistungs-LED eingebaut war“, berichtete Sören Haak.

Auch wenn Steffen Ellerbrake bereits Wettbewerbserfahrung von den Weltmeisterschaften im brasilianischen Sao Paulo einbringen konnte, die Europameisterschaften verlangten für Problemlösungen wieder andere Flexibilität und Findigkeit. Hinzu kamen, dass schriftliche und mündliche Präsentation sowie Diskussion auf Englisch abgehalten wurden.

„Den Roboter auf die letzte Aufgabe vorzubereiten war die größte Herausforderung. Probleme gab es auch mit dem WLAN-Netz“, blickte Ellerbrake zurück. Das Osnabrücker Duo war jedoch gut aufeinander eingestimmt und konnte die Probleme lösen.

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