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Fachausschuss gibt grünes Licht

Altes Schulgelände wird überplant

Metelen

Das Gelände des früheren Grundschulstandorts am Stüvvenweg wird jetzt überplant. In seiner Sitzung gab der Fachausschuss grünes Licht für die Bebauungsplan-Aufstellung. Der sieht vor, die Fläche in zwei Bereiche aufzuteilen: Wohnbebauungs-Festsetzung im Altbau-Bereich, Mischbebauung auf der übrigen Fläche. Hinzu kommt ein Parkplatz. Die Gemeinde geht vom Abriss der jetzigen Bebauung aus.

Dieter Huge sive Huwe

Aufgeteilt in Wohnbereich (rot) und Mischfläche soll der Bebauungsplan aufgestellt werden. Zum Mühlentor hin sind öffentliche Parkplätze vorgesehen. Foto: Gemeinde Metelen

Eine neue Nutzung wird das Gelände der früheren Grundschule am Stüvvenweg/Schulstraße bekommen. Nachdem der Pflegedienst Leusbrock hier bereits Nägel mit Köpfen machte und den Bereich um das frühere Hauptgebäude erwarb, beschloss der Ausschuss für Umwelt, Planen, Bauen und Nachhaltigkeit jetzt den Einstieg in die Aufstellung des notwendigen Bebauungsplans.

Vom Abriss der bestehenden Gebäude, also nicht nur des Altbaus, wird in der Planung ausgegangen, ebenso von der teilweisen Renaturierung des derzeit gänzlich versiegelten Schulhofs. Betreutes Wohnen und eine Tagespflegeeinrichtung sollen in dem Bereich zum Stüvvenweg hin entstehen (wir berichteten).

Dieser Teilbereich soll als Wohnbaufläche eingestuft werden. Auch der sich an den Stüvvenweg anschließende südliche Bereich fällt in diese Klassifikation, ist allerdings Stellplätzen vorbehalten (s. Karte).

Anders verhält es sich mit der übrigen Fläche der alten St.-Vitus-Grundschule. Diese soll als Mischgebiet ausgewiesen werden – auch, um den Übergang zu gewerblichen Nutzungen in der Nachbarschaft darstellen zu können und Konflikte, wie sie bei klassischer Wohnbebauung nicht auszuschließen sind, zu vermeiden.

Zwei Baufelder finden sich, neben der vom Stüvvenweg ins Gebiet führenden Erschließungsstraße, innerhalb dieses Mischgebietes. Zum einen ist das ein im Süden gelegener Bereich, auf dem Wohnbebauung möglich wäre. Für den zweiten, nördlichen Bereich, der hinter der zu erhaltenden Baumreihe an der Schulstraße ausgewiesen wird, hatte der Bauverein Ochtrup bereits seine Ideen für ein Wohnobjekt mit Sozialbindung vorgestellt. Es ließe sich auf dem Sektor des Bebauungsplanes realisieren. In der Vorlage zur Bebauungsplan-Aufstellung ist von 20 Wohnungen die Rede, die „zu erschwinglichen Preisen vermietet werden sollen“.

Südwestlich wird die Planfläche vom Wallweg eingegrenzt, die Restfläche des Schulhofs in Richtung Mühlentor soll Parkplatz werden. Auf Nachfrage von Andreas Sievert (SPD), warum dieser Bereich nicht auch vermarktet werde, erläuterte die Verwaltung, dass hier mit Blick auf Beerdigungen auf dem Alten Friedhof oder auch bei Festen im Ortskern Parkmöglichkeiten vorgehalten werden sollen.

Reinhard Brünings (CDU) Anmerkung, dass eine Teilausweisung auch Gewerbenutzung nach sich ziehen könnte, begegnete Bürgermeister Gregor Krabbe damit, dass die Kommune ja selber Eigentümerin der Fläche sei.

In der Vorlage zur Offenlage, die vom Ausschuss bei einer Enthaltung einstimmig beschlossen wurde, ist ferner von projektbezogenen, klimaaffinen Maßnahmen in den vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Gemeinde und den Vorhabenträgern sowie den künftigen Grundstückseigentümern die Rede. In den städtebaulichen Vereinbarungen und Kaufverträgen soll eine „klimafreundliche, energieeffiziente und luftaustauschende Bebauung“ fixiert werden.

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